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Brüggen
Grüne wollen Brüggens Hunde zählen lassen

Brüggen. Die Fraktion beantragt eine Bestandsaufnahme, um nicht diejenigen zu belasten, die schon Steuern zahlen

Die Fraktion der Grünen in Brüggen will die Hunde in der Burggemeinde zählen lassen. Den Antrag dazu hat sie jetzt an Bürgermeister Frank Gellen (CDU) gestellt. "Es geht uns darum, eine Erhöhung der Hundesteuer auf Sicht zu vermeiden", erklärt René Bongartz, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Brüggen.

Der Antrag hat eine Vorgeschichte: Ende 2016 hatte die Gemeindeverwaltung eine Erhöhung der Hundesteuer vorgeschlagen. Die Fraktionen stimmten diesem Vorhaben nicht zu, doch mit Blick auf die Haushaltssituation der Gemeinde hatte Kämmerer Oliver Mankowski damals auch erklärt, dass der Rat sich weiterhin nicht nur mit unangenehmen Themen wie einer Erhöhung der Realsteuern und einer Anpassung von Gebühren und Beiträgen werde beschäftigen müssen, sondern auch mit Erhöhungen der sogenannten Aufwandssteuern, wie beispielsweise der Hundesteuer.

Einem neuen Vorstoß der Verwaltung wollen die Grünen jetzt zuvor kommen. Die letzte Hundebestandsaufnahme in der Gemeinde fand 2011 stand. Seither, so teilen die Grünen mit, habe sich der Bestand auf natürliche Weise um die Hälfte verändert: Hunde werden zwischen zehn und 13 Jahren alt. Es sei "nicht fair, dass sich bis zu einem Viertel aller Hundehalter um ihre Abgaben drücken", sagt Bongartz. Dabei sei die Gemeinde auf ihre Kommunalsteuern angewiesen, mit denen sie vom Straßenbau bis zum Kindergartenplatz alle kommunalen Aufgaben finanziere.

"Wenn mit der Hundezählung die Einnahmen steigen, kann im Interesse der ehrlichen Steuerzahler längerfristig auf eine Steuererhöhung verzichtet werden", erklärt Bongartz für seine Fraktion.

In Brüggen zahlt der Halter eines Hundes derzeit 78 Euro pro Jahr. Wer zwei Hunde hält, zahlt pro Hund 102 Euro, wer drei oder mehr Hunde hält, 120 Euro pro Tier und Jahr. Wer auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen ist, zahlt für einen Hund die Hälfte, also 39 Euro im Jahr. Ende 2016 nahm die Gemeinde mit 1525 gemeldeten Hunden rund 128.000 Euro ein. Durch eine Steuererhöhung auf 84 Euro für den Ersthund, 114 Euro bei zwei Hunden und 138 Euro bei drei und mehr Hunden wollte die Gemeinde 12.000 Euro mehr einnehmen.

(biro)
 
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