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Viersen
Gutachten zu Edeka: Werbering will Klärung

Viersen. Die ISG Nordstadt hat ein Gutachten zur geplanten Edeka-Ansiedlung vorgelegt und auch im Namen des Werberings das Vorhaben kritisiert. Dieses öffentliche Vorgehen von ISG-Chef Winfried Tackenberg sorgt für Unmut in der Politik und auch beim Werbering Viersen aktiv: "Das war ein Alleingang von Herrn Tackenberg", betonte Hans-Willi Pertenbreiter vom Vorstand des Werberings in der gestrigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Dem Werbering sei das Gutachten allerdings bekannt gewesen.

Für Pertenbreiter und seine Werbering-Kollegen ist das Gutachten Zahlenwerk jetzt aber Anlass, um das Gespräch mit der Verwaltung zu suchen. Der neue Edeka-Markt an der Brüsseler Allee soll 1900 Quadratmeter groß werden, laut dem ISG-Gutachten wären aber nur 1400 Quadratmeter angemessen. "Das muss Thema werden", kündigt Pertenbreiter an. Allerdings ist er auch überzeugt: "Wenn Fläche auf 1400 Quadartmeter reduziert wird, dann ist dieser Standort für Edeka nicht mehr interessant."

Anlass für Pertenbreiters Äußerung zum ISG-Gutachten sei Kritik vom Ausschussvorsitzenden Heinz Plöckes (SPD): "Der Werbering wurde vom Vorsitzenden in seiner ihm eigenen derben Art angegriffen und er hat auch explizit auf das Vorstandsmitglied im Ausschuss, also mich, aufmerksam gemacht." Plöckes habe sein Unverständnis über den RP-Artikel geäußert. "Mich befremdet diese heftige Kritik. Es ist doch ein ganz normales demokratisches Verfahren, dass bei der Änderung des Flächennutzungsplans Einsprüche von vielen Institutionen und Bürgern erfolgen. Wieso sprechen die Wortführer der Kritik der ISG und dem Werbering dieses Recht ab?", fragt Pertenbreiter.

(busch-)
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