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Brüggen
Gute Stimmung beim Burgfestival

Brüggen: Gute Stimmung beim Burgfestival
Die Burg ist und bleibt die perfekte Kulisse für ein Fest in Brüggen und eignet sich bestens für Open-Air-Konzerte - so wie auch am Pfingstwochenende. FOTO: Busch
Brüggen. Rund um die Burg wurde gerockt, geswingt und ließen sich Besucher vom Kunsthandwerkermarkt inspirieren Von Paul Offermanns

Die Nettetalerin Heidi Knierim hatte beim Burgfestival der Interessengemeinschaft "Lebendiges Brüggen" schon mal auf der Bühne gestanden. "Bei Funfair sang ich Rock. Das ist nämlich eigentlich mein Ding." sagte die 58-Jährige. Sie gestand aber: "Ich bin auch dem Jazz und Swing verfallen." Sie ließ sich bei der Gruppe "Red Hot Cancers" (Jump & Swing-Blues), für die der Brüggener Pianist Reinhard Gries spielt, "in die Krebs-Zange nehmen" - denn Krebs ist der deutsche Begriff für das "Cancers" im Namen der Band. "Das ist für mich eine Umstellung, Jazz und Swing zu singen. Ich bin natürlich etwas nervös." Gustav Optenplatz, einer der vielen Zuhörer, meinte: "Ich finde, das ist schöne Musik, die sie hier spielen."

Abends vorher drückte der zwölfjährige Collin, Sohn des Vorsitzenden Wim Sniekers von der IG Lebendiges Brüggen, auf den Startknopf: Ein farbenprächtiges Bild tat sich am Brüggener Himmel durch das Höhenfeuerwerk auf. Und dafür benötigte die IG Lebendiges Brüggen keinen Sponsor.

"Das ist in den 25.000 Euro enthalten, die unser Fest kostet", sagte der Pressesprecher der Interessengemeinschaft, Roland Gerhards. "Das meiste Geld davon nehmen wir durch die Standgelder ein."

"Kings for a Day" verriet auf ihrer Facebook-Seite: Es sei ein Heimspiel für den Frontmann Björn Beeren beim Pfingstfest in Brüggen. Und gegen den Temperatursturz helfe ein gepflegtes Abrocken - an und auf dem legendärsten Bühnenwagen am linken Niederrhein. Sie stellten dann am Tag darauf zufrieden fest: "Brüggen hatte mal wieder so richtig Bock auf Rock!"

Der Kunsthandwerkermarkt kam besonders gut an. Allein im Bereich der Burg gab es über 40 Stände. "Wir hatten da eine riesige Nachfrage von Händlern, die da unterkommen wollten", sagte Sniekers. Zwischen den professionellen Händlern machte sich der Kinderflohmarkt breit. "Hast du schon etwas verkauft?", fragte der herbei geeilte Lukas Schraven seine Mutter. Annika Münter nickte und gab ihm das Geld für ein verkauftes Holzschwert und einen Wackelball mit beweglichen Bildern. "Wir sind das erste Mal hier und haben alles aus seinem Zimmer geholt, was zu holen war", sagte sie lachend. "Heartmade by Steph" alias Stephanie Jakobs aus Brüggen kam mit dem Spruch "Ich kauf mir einen Schnuller und einen Teddy und fang noch einmal von vorne an" oder "Erwachsen war ich schon, war blöd." "Zuerst wird gelacht, später wird gekauft", erzählte sie. "Auf Kreativmärkten passt das "Shabby Chic" besser. "Ich gebe da alten Sachen eine neue Seele."

Quelle: RP
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