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Kreis Viersen
GWG installiert 15.000 Rauchmelder

Kreis Viersen: GWG installiert 15.000 Rauchmelder
Seit Anfang des Jahres sind Rauchmelder in Wohngebäuden Pflicht. Die GWG stattete im vergangenen Jahr alle gut 4500 Wohnungen aus. FOTO: dpa
Kreis Viersen. In 2016 erwirtschaftete die GWG einen Überschuss von 2,1 Millionen Euro. Vor zwei Monaten hat sie ein Kundenzentrum in Viersen eröffnet Von Sabine Janssen

Ein solides Geschäftsjahr, eine stabile Dividende und ein unerwartet hoher Jahresüberschuss. Bei der Bilanzpressekonferenz der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) für den Kreis Viersen gestern gab es zufriedene Gesichter.

Bilanz 2016 Rund 2,1 Millionen Euro Jahresüberschuss erwirtschaftete die GWG für das vergangene Jahr. "Das ist mehr als erwartet", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Günter Werner. "Im Vorjahr lagen wir bei 1,9 Millionen Euro und hatten für 2016 wegen der hohen Kosten für die energetische Sanierung an der Hohenstraße in Viersen-Süchteln einen Rückgang angekündigt." Die Fördergelder seien jedoch erst im November gekommen, so dass die Sanierung in Süchteln auf dieses Jahr verschoben wurde, erklärte Werner. Insgesamt habe die GWG ein gutes Ergebnis erzielt: Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Millionen auf 170 Millionen Euro erhöht. Die Dividende liegt bei 26 Euro je Stückaktie.

Investitionen In die Modernisierung ihres Wohnbestands investierte die GWG im vergangenen Jahr 4,6 Millionen Euro. Sie verwaltete - Stand Dezember 2016 - 4524 Wohnungen, davon etwa 1000 öffentlich geförderte Wohneinheiten. Die durchschnittliche Netto-Kaltmiete lag 2016 bei 5,11 Euro pro Quadratmeter.

Bauprojekte In Brüggen (Eichenweg), Lank (Rottstraße) und Waldniel (Fischelner Weg) wurden die Grundsteine für Mehrfamilienhäuser gelegt, die zunächst für Flüchtlinge genutzt werden. "Mit den zehn Wohnungen in Brüggen sind wir fast fertig. Das Bauprojekt in Lank mit 18 Wohneinheiten befindet sich im Rohbau und soll im Oktober bezugsfertig sein", sagte Vorstandsmitglied Diether Thelen. Waldniel mit acht Einheiten soll im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein. "Bei der Bauweise setzen wir auf flexible Nutzung. Wir haben zunächst auf Balkone und Aufzüge verzichtet, sie können aber später nachgerüstet werden", erklärt Thelen. Insgesamt plant und baut die GWG rund 150 Wohneinheiten für Flüchtlinge. "Den restlichen Wohnungsbau vernachlässigen wir aber nicht", sagte Thelen und hob ein Bauprojekt in Meerbusch-Büderich (Moerser Straße) hervor. In Zusammenarbeit mit der Kueppers Living Immobilienentwicklung und dem Bauverein Meerbusch soll auf dem Areal des Alten Bauhofs ein Quartier mit sozialer Mischung entstehen: 44 hochwertige Eigentumswohnungen und 66 öffentlich geförderte Wohneinheiten.

Rauchmelder Um die Mietwohnungen mit Rauchmeldern auszustatten, haben die Wohnungsgesellschaften im Kreis Viersen gemeinsam einen Großauftrag über 31.000 Rauchmelder ausgeschrieben. Gut 15.000 Rauchmelder installierte allein die GWG. "Die Zusammenarbeit bei der Bestellung und Installation hat sich gelohnt", sagte Landrat Andreas Coenen (CDU).

Anflaufstelle für Mieter Die GWG hat am Willy-Brandt-Ring im Erdgeschoss ein Kundenzentrum eingerichtet, um die Betreuung ihrer Mieter zu verbessern. Auf 75 Quadratmetern gibt es fünf Beratungsinseln, einen Krabbelbereich für Kleinkinder und eine Getränkebar. Noch in diesem Jahr soll außerdem ein Mieterportal online gehen. "Es befindet sich in der Testphase", sagte Coenen. "Auch darüber können Mieter Fragen stellen, Schäden oder auch Beschwerden melden - nur die Adresse kann man online nicht ändern."

Quelle: RP
 
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