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Viersen
Haftstrafen für Drogenschmuggler

Viersen. Insgesamt mehr als 27 Jahre Haft für vier Angeklagte - darunter ein Viersener.

Wegen bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge - drei Tonnen Marihuana im Straßenverkaufswert von rund 30 Millionen Euro - hat das Landgericht Hagen nun gegen vier Angeklagte hohen Haftstrafen ausgesprochen.

So erhielt ein 52-jähriger Unternehmer aus Viersen eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Die Haupttäter waren aber zwei Niederländer: Ein 46-Jähriger wurde zu neun Jahren und sechs Monaten verurteilt, ein 67-Jähriger zu acht Jahren und sechs Monaten. Er legte Berufung gegen das Urteil ein. Ein erkrankter Kevelaer Unternehmer (50) wurde als letzter des Quartetts zu fünf Jahren und neun Monaten verurteilt.

Die beiden Niederländer befanden sich bereits seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft und sind nun im geschlossenen Vollzug, den beiden deutschen Tätern steht der Haftantritt bevor.

Bereits am 5. Dezember 2014 stellte Beamte des Zollfahndungsamtes Essen mit belgischen Zollbehörden im Hafen von Antwerpen ein Schiffscontainer sicher, in dem sich mehr als drei Tonnen Marihuana befanden. Das Rauschgift war in 450 Palmkernschalen-Säckchen aus Ghana versteckt.

Die arbeitsteilig agierende Bande bediente sich bei der Ausführung ihrer illegalen Geschäfte bestehender Firmen oder gründete Tarnunternehmen. Auf diese Weise wurden als legale Ladung getarnte Drogen und Grundstoffe aus Afrika und Asien nach Europa eingeführt, wobei allerdings auch Verbindungen nach Süd- und Mittelamerika bestanden.

(jov)
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