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Brüggen
Haltestellen bleiben ohne Scheiben

Brüggen: Haltestellen bleiben ohne Scheiben
An der Haltestelle Bracht Altenheim fehlen Seitenscheiben am Buswartehäuschen. FOTO: biro
Brüggen. Weil Vandalen immer wieder die Glasscheiben an den Wartehäuschen zerstören, verzichtet die Burggemeinde vorerst auf Ersatz

An mehreren Buswartehäuschen im Gemeindegebiet Brüggen haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder Vandalen zu schaffen gemacht. Nach einer Schätzung der Gemeindeverwaltung wurden in fünf Jahren etwa zehn Seitenscheiben zerstört und rund 25 Dachscheiben beschädigt.

Genaue Zahlen gebe es nicht, da teilweise defekte und zerstörte Scheiben ersetzt worden seien, teilte Bastian Friedrich von der Gemeindeverwaltung mit. Das wird es jetzt nicht mehr geben: Die Burggemeinde wolle aufgrund der massiven Vandalismusschäden vorerst darauf verzichten, zerstörte Seiten- oder Dachscheiben zu ersetzen, so Friedrich.

Die Seitenteile bestehen aus Einscheibensicherheitsglas. Wird solch eine Scheibe punktuellen heftigen Stößen ausgesetzt, zerfällt sie in viele kleine Splitter ohne Schnittkanten. Während Seitenscheiben an den Haltestellen zum Teil ausgetauscht wurden, seien beschädigte Dachscheiben überwiegend noch vorhanden. Sie seien lediglich gerissen, führte Friedrich aus. Da es sich um Verbundsicherheitsglas handele, bestehe keine Gefahr, dass Dachscheiben herunterfallen könnten.

Für sämtliche zerstörten Scheiben macht die Gemeindeverwaltung Vandalen verantwortlich. In Einzelfällen habe die Gemeinde Brüggen Anzeige erstattet. Friedrich: "In keinem Fall wurde jedoch ein Täter ermittelt, so dass alle Verfahren eingestellt worden sind."

Da die Burggemeinde Eigentümer dieser sogenannten Wartehallen ist, muss sie den Schaden bezahlen. "Vandalismusschäden sind durch die gemeindliche Versicherung nicht gedeckt und müssen durch die Gemeinde selbst getragen werden", so Friedrich. Der Austausch einer Seitenscheibe koste rund 500 Euro, der Austausch einer Dachscheibe 430 Euro. Insgesamt gibt es im Gemeindegebiet 35 Haltestellen mit jeweils zwei Haltepunkten - einer für jede Fahrtrichtung. 23 Haltestellen sind bislang mit Wartehäuschen ausgerüstet, in 16 Fällen handelt es sich um eine Glas-Stahl-Konstruktion. Zuletzt wurden 2013 zehn Wartehallen in Glas-Stahl-Bauweise errichtet.

Sollten weitere Haltestellen Wartehäuschen bekommen, werden wohl auch diese eine Glas-Stahl-Konstruktion haben: Es sei vorgesehen, neue Haltestellen aufgrund der einheitlichen Optik baugleich mit den vorhandenen zu erstellen, so Friedrich. Im Zuge der Nahverkehrsplanung werde voraussichtlich Ende des Jahres über den Ausbau von Haltestellen gesprochen.

Neben zerstörten Scheiben verzeichnet die Gemeindeverwaltung an Haltestellen häufig auch Graffiti und andere Schmierereien, kaputte Sitzgelegenheiten und abgerissene Folienbeklebungen. Mitarbeiter des Bauhofs oder Fremdfirmen beseitigten diese Schäden in der Regel kurzfristig, so Friedrich. Einmal jährlich werden die Wartehallen durch eine Fremdfirma gereinigt.

(biro)
 
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