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Brüggen
Heimelige Atmosphäre rund um die Brachter Mühle

Brüggen. Hunderte Besucher drängten sich am Wochenende bei der Mühlenweihnacht und genossen die Geselligkeit

In einem Feuerkorb am Eingang zur Brachter Mühlenweihnacht lodern die Flammen und erzeugen eine heimelige Atmosphäre. Dort steht an der Seite auch eine Krippe mit der Heiligen Familie, dort machen Besucher Selfie-Fotos. Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU) wünscht Hunderten Besuchern, die durch die Budenstadt schlendern, eine schöne Mühlenweihnacht und viele nette Gespräche, bevor er eine Schicht als Pizzabäcker am Ofen der Burundi-Hilfe einlegt.

Es gibt kaum einen Weihnachtsmarkt, wo so viele Menschen so nah beieinander stehen, einen herkömmlichen Glühwein oder sein skandinavisches Pendant, einen Glögg, trinken. Mit "Es weihnachtet sehr" hat der Männergesangverein Amicitia Bracht gerade seinen Auftritt beendet, und die Bläser des Musikvereins Cäcilia Brüggen spielen Weihnachtsmusik.

An den Ständen werden allerlei hübsche und nützliche Dinge angeboten. Aus den Seiten eines Gebetbuchs hat Rosi Derix Engelchen gefertigt. "Das sind aber nur die Seiten mit den Liedern", sagt Derix. "Meine Engelchen schmücken ganze Weihnachtsbäume." Im Gewand des Nikolauses stapft Bastian Füsers über den Markt. Er liest weihnachtliche Geschichten vor, etwa die vom kleinen Straßenkehrer und der Tannenfee. Zwei Tage dauert die Mühlenweihnacht, und rund 500 Weckmännchen verteilt Füsers an diesem Wochenende. Doch nicht nur Weckmännchen hat der Nikolaus im Angebot: "Lass es dir gut schmecken", sagt Füsers und überreicht dem dreijährigen Till ein Überraschungsei.

Extra für die Mühlenweihnacht hat der Brachter Uli Anstötz (62) im Laufe des Jahres viele dekorative Gegenstände aus Eichen- und Eschenholz hergestellt. Der Hit bei den Besuchern: Anstötz' Holzsterne und Lichterkränze. "Kinder freuen sich über einen Schneemann", sagt der Forstwirt. Daneben ist eine niedlich schauende Eule zu sehen - mit Ohren aus Fasanenfedern.

Gegen eine Spende können Kinder selbst ein Weihnachtswindlicht gestalten, die sechsjährige Miriam hat Sterne auf ihr Windlicht gemalt. Die Unabhängige Brachter Wählergemeinschaft (UBW) lässt für die Behindertenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes Brüggen kleine Mühlsteine rollen. "Dieses Spiel ist doch naheliegend", sagt Manfred Klingen mit einem Blick auf die Mühle. Als es zu schneien beginnt, freut sich das Dohlendorf: endlich weiße Mühlenweihnacht.

(off)
 
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