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Viersen
Herbert Hubatsch feiert seinen 95. Geburtstag

Viersen. Im vergangenen Jahr hat Herbert Hubatsch noch einmal ein autobiografisches Büchlein veröffentlicht. Der Titel "Vom Kampfpiloten zum Naturschützer" lässt den Wandel und die Entwicklung eines jungen Menschen ahnen, der mit glühender Begeisterung in den Krieg ging und Nachtjäger wurde. Die Gnadenlosigkeit der Luftkämpfe ernüchterten ihn bald, er hatte das große Glück, den Krieg zu überleben. "Ich habe nach dem Krieg keinen Steuerknüppel mehr angerührt, habe mich der Natur und ihrem Schutz gewidmet und dabei viele Freunde in den Niederlanden und Deutschland gefunden", sagte er viel später einmal.

Er war zeitweilig stationiert auf dem Fliegerhorst Venlo, wo er die wunderbare Landschaft auf beiden Seiten der Grenze lieben lernte und für die er sich zeitlebens nach Kriegsende einsetzte. Der gebürtige Schlesier war Gründungsrektor der Realschule in Kempen, wo er von 1964 bis 1984 wirkte. Unmittelbar nach Kriegsende hatte der Junglehrer die Not von Flüchtlingskindern in Breyell erlebt, er studierte Biologie und begann, die Natur am Niederrhein wissenschaftlich zu untersuchen. Aufseiten der Naturschützer gestaltete er die Landschaftsplanung mit, er war Vorsitzender des Landschaftsbeirats, ist Mitgründer der Biologischen Station und war sachkundiger und zugleich pragmatischer Vertreter von Naturinteressen. Herbert Hubatsch feiert am ersten Weihnachtstag am Heidweg in Süchteln sein 95. Lebensjahr.

(lp)
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