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Kreis Viersen
Hilfe für Arbeitslose mitten in Dülken

Kreis Viersen: Hilfe für Arbeitslose mitten in Dülken
Martina Maaßen (l.) und Maria Dittrich vom Verein Brückenbau haben das Projekt Arbeitslosenzentrum vorbereitet. Astrid Hahnen ist in Dülken Ansprechpartnerin für Ratsuchende aus dem gesamten Kreis. FOTO: F.H. busch
Kreis Viersen. Der Verein Brückenbau bietet die erste Anlaufstelle im Kreis für Arbeitslose und Menschen mit Handicap, die eine neue Stelle suchen. Die Mitarbeiter an der Lange Straße 16 unterstützen beim Weg zurück in den Beruf Von Bianca Treffer

Noch weist lediglich ein weißes Blatt im Schaufenster an der Lange Straße 16 in Dülken darauf hin, dass sich dort das Arbeitslosenzentrum für den Kreis Viersen befindet. Aber das wird sich bald ändern. "Die Beschilderung für das Fenster ist bereits bestellt", sagt Martina Maaßen, Vorsitzende des Vereins Brückenbau.

Die ersten Ratsuchenden haben das neue Angebot auch ohne ein auffälliges Schild bereits für sich entdeckt und genutzt. "Wir konnten bereits beim Verfassen von Lebensläufen und Bewerbungen, bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sowie beim Ausfüllen eines Einbürgerungsantrages helfen", schildert Astrid Hahnen. Manche Kunden wären auch einfach einmal vorbeigekommen, um eine Tasse Kaffee zu trinken oder um den Laptop für die Arbeitsplatz-Suche im Internet zu nutzen, nennt die Leiterin des Arbeitslosenzentrums weitere Beispiele.

Seit 1. April herrscht wieder Leben in dem ehemaligen Ladenlokal mitten in der Dülkener Fußgängerzone. Der Verein Brückenbau hat dort ein lange vorbereitetes Projekt umgesetzt. Gefördert wird das Arbeitslosenzentrum pro Jahr mit 16.000 Euro durch Mittel des Landes und der Europäischen Union. Die andere Hälfte der Kosten muss der Verein durch Spenden selbst aufbringen.

"Uns gibt es erst seit drei Jahren, damit sind wir noch ein relativ junger Verein", sagt Martina Maaßen. Seit einem Jahr kooperiere der Verein Brückenbau erfolgreich mit dem Verein Kontakt-Rat-Hilfe, beide kümmern sich gemeinsam als Träger um das Gebrauchtwarenkaufhaus "kaufbar". "Nun sind wir mit dem Zentrum das nächste Projekt angegangen", so die Vereinsvorsitzende.

Das Ziel des Arbeitslosenzentrums: Langzeitarbeitslose und Menschen mit Handicap sollen dabei unterstützt werden, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Das Angebot setzt niederschwellig an. Es geht nicht darum, einen Beratungstermin auszumachen, mit seinen Unterlagen vorbeizukommen und Formulare auszufüllen, um dann nach einer Perspektive zu schauen. "Bei uns muss niemand Bescheide vorlegen oder sich Fragen stellen", sagt Maaßen.

Vielmehr gehe es darum, eine Anlaufstelle für Arbeitslose aus dem gesamten Kreis Viersen zu schaffen. Dort könnten sie einfach vorbei--schauen und ihre Anliegen vorstellen, bei deenen sie Hilfe benötigen.

Diese Wünsche können ganz unterschiedlich sein: Sie reichen von Hilfe beim Ausfüllen eines amtliches Formulars bis hin zu Unterstützung beim Verfassen von Bewerbungsschreiben. Die Mitarbeiter im Arbeitslosenzentrum helfen bein individuellen Wünschen, stellen zudem Kontakte her und vermitteln bei Bedarf weitere Gesprächspartner. Zudem besteht im Arbeitslosenzentrum die Möglichkeit, im Internet direkt nach Jobs oder nach anderen, hilfreichen Informationen zu suchen. Man könne aber nur zum Gedankenaustausch vorbei kommen und eine Tasse Kaffee trinken: "Wir bieten ein Ohr zum Zuhören an", sagt Maria Dittrich vom Vorstand Brückenbau.

Was der Verein weiterhin plant: Angebote wie Informationsveranstaltungen und Betriebsbesichtigungen. Zudem können Organisationen und andere Vereine die Räumlichkeit gegen eine Spende außerhalb der Öffnungszeiten anmieten.

Quelle: RP
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