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Viersen
Historische Fotos aus Viersen auf einer Hauswand zu sehen

Viersen. (kai Großformatige historische Fotos aus Viersen zieren seit zwei Tagen die Giebelwand der ehemaligen Bäckerei Görtz an der Ecke Große Bruchstraße und Königsallee in Viersen. Nachdem die Wandfläche mit finanzieller Unterstützung aus dem Hof- und Fassadenprogramm neu gestrichen und der kleine Platz davor mit Mitteln aus dem Stadterneuerungsprogramm "Soziale Stadt" aufgehübscht werden konnten, verführen die Bilder nun zum Innehalten und Schauen.

Vier Digitaldrucke auf Alurahmen wurden am Donnerstag von Mitarbeiter der Firma Fruhen Messe- und Ladenbau an der Wand befestigt. Möglich wurde dies durch die Initiative des Stadtteilbüros Südstadt und des Vereins für Heimatpflege Viersen, der neben der Antragstellung an den Verfügungsfonds auch für die Auswahl der historischen Motive verantwortlich zeichnet.

Dr. Albert Pauly, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege, erläuterte die Bilder: "Die Motive stammen aus dem Buch des Heimatvereins über den Viersener Stadtteil Rintgen. In der frühen Neuzeit entwickelte sich Rintgen zur weitaus einwohnerstärksten Honschaft, nachdem die Protestanten der evangelischen Gemeinde ab 1712 ihre Religion unbeeinträchtigt ausüben konnten. Bedeutende Handelsniederlassungen entstanden. Die Preyers, Mennoniten, hatten das Amt des Bürgermeisters inne. Trotz der Krise der Textilindustrie in den 1880er-Jahren wichen im Rintgen die alten Bauernhäuser allmählich wilhelminischen stuckverzierten Häusern. Es entstanden Kinos, Gasthäuser und sogar Varietés. Die Motive vermitteln einen Einblick in das städtische Leben um 1900, und zwar vom Neumarkt (heute Gereonsplatz) aus in die südliche Hauptstraße, Gladbacher- und Heierstraße sowie die Große Bruchstraße."

Quelle: RP
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