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Viersen
Hoeps und Toes spielen sich die Bälle zu

Viersen. Können Krimilesungen spannend sein? Oder sollte man doch lieber alleine lesen, vielleicht noch in Begleitung eines belebenden Getränks? Im Fall von Thomas Hoeps und seinem niederländischen Kollegen Jac. Toes gilt: Wer auf die Lesung in der Süchtelner Königsburg verzichtet hat, der hat definitiv etwas verpasst. Das kriminelle Autorenduo bot nicht nur einen interessanten Einblick in seine drei Romane um den deutschen Kunstrestaurator Robert Patati und Micky Spijker aus den Niederlanden, zunächst Polizeiprofilerin, später Freelancer.

Beide spielten sich augenzwinkernd die Bälle zu, indem sie auf kulturelle Eigenheiten eingingen. Thomas Hoeps gestand, nicht ohne deutsches Brot leben zu können, auch Fußball wäre unverzichtbar. Jac. Toes würde das in den Niederlanden übliche Duzen vermissen ("In Deutschland dauert das ja zehn Jahre"). Vor knapp zehn Jahren begann die gemeinsame Arbeit, die jetzt mit einer Abschiedstournee beendet wird. Dabei haben beide die Grenzen mehr als überwunden: Hoeps und Toes sind in ihren Büchern zu einer Einheit verschmolzen.

Nicht mal sie selbst können einzelne Kapitel mehr zuordnen: "Das hast du aber schön geschrieben - das Kapitel war von dir", erzählen sie. Bilder ihrer Recherchereisen und die letzte Geschichte um das erfolgreiche Ermittlerduo, aber unglückliche Liebespaar, rundeten den überaus gelungenen Abend ab. Kürbis- und Gulaschsuppe ließen sich die begeisterten Zuhörer ebenfalls schmecken. Dag, Robert, Tschüss Micky - schön, Euch kennengelernt zu haben. (busch-)

Quelle: RP
 
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