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Viersen
Homecarjacker gestern Nacht an zwölf Tatorten

Viersen. Niederkrüchten/Brüggen (gala) Zwei Tatorte in Brüggen, zehn in Niederkrüchten – die Polizei hält eine Serie von Einbrüchen und Versuchen in der Nacht zu gestern in Atem, bei denen es Homecarjacker auf Autoschlüssel abgesehen hatten. Sie erbeuteten einen BMW.

Tatort Händelstraße in Niederkrüchten: Der Hausbewohner wurde gestern gegen 4.20 Uhr wach, als er hörte, dass sein Auto aus der Ausfahrt gefahren wurde. Er schaute nach – sein erst weniger Monate alter BMW-Kombi war verschwunden. Ein Nachbar, den sein bellender Hund geweckt hatte, sah laut Polizei, wie ein Mann zu dem BMW ging, an der Beifahrerseite einstieg und wegfuhr. Er war etwa 40 Jahre alt, hatte kurzes, schwarzes Haar (südländische Erscheinung). Er trug ein weißes Sweatshirt und Jeans. Die Einbrecher hatten die Haustür aufgehebelt und den Autoschlüssel gestohlen. Die Tür war, so der Polizeibericht, nur zugezogen, so dass ein minimaler Aufwand genügte, um ins Haus einzudringen. Auch am gegenüberliegenden Haus stellte die Polizei Hebelspuren fest.

Tatort An den Tonwerken Brempt: Auch hier wollten Unbekannte einbrechen, nach Vermutung der Kripo ebenfalls Homecarjacker. Auf der Beethovenstraße entdeckten die Beamten bei der Fahndung einen weiteren Tatort. Hier hebelten die Täter die Haustür auf, stahlen eine Handtasche und leerten sie vor dem Haus. Bei der Flucht nahmen sie einige zig Euro und eine externe Festplatte mit. Auch hier vermutet die Kripo, dass es die Einbrecher auf in der Nähe geparkte hochwertige Autos abgesehen hatten. Sechs weitere Einbruchsversuche, die die Kripo der Serie zuordnet, wurden vormittags von der Beethovenstraße gemeldet.

Tatort Hagenkreuzweg Brüggen: Gegen 3.20 Uhr hörten die Bewohner, dass zwei Männer in ihrem Esszimmer nach Beute suchten. Die Bewohnerin sah, dass ein größerer neuwertiger Audi Kombi einen Mann vor dem Haus aufnahm und davonfuhr. Ein weiterer Verdächtiger flüchtete zu Fuß vor dem nacheilenden Bewohner in Richtung Zentrum. Auch beim Nachbarn hatten die Einbrecher versucht, die Haustür aufzuhebeln – vergeblich, weil laut Kripo die Tür umgeschlossen war. Der erste Verdächtige war laut Polizei 180 bis 190 cm groß und schlank. Er hatte längeres, dunkles Haar. Sein Komplize war zwischen 175 und 180 cm groß. Er hatte kurzes, dunkles Haar und trug ein Polo-Shirt und Jeanshose.

Die Polizei betont: Verschlossene Türen sind nur mit größerem Arbeitsaufwand und so auch mit einem höheren Entdeckungsrisiko und Geräuschpegel aufzubrechen als Türen, die nur ins Schloss gezogen sind. Gerade hochwertige Fahrzeuge sollten nachts in der verschlossenen Garage stehen.

Quelle: RP
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