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Viersen
Horst Eckert unterstützt mit Lesung die Flüchtlingsarbeit

Viersen. Hier hätte man Horst Eckert nicht erwartet: Wenige Minuten vor seiner Krimilesung steht der 56-Jährige still im Foyer der Viersener Festhalle, wartet geduldig auf den Beginn. Zum zweiten Mal ist der Düsseldorfer in Viersen zu Gast, erneut auf Einladung des Zonta Clubs. Für dessen Präsidentin Claudia Holthausen, selbst begeisterte Krimileserin, war es "selbstverständlich", Eckert erneut einzuladen. Schließlich hatte er das Viersener Publikum bereits bei seiner ersten Lesung begeistert. Von Daniela Buschkamp

Dies gelingt ihm auch mit dem seinem aktuellen Buch "Schattenboxer". Für Eckert ein Novum, obwohl es bereits das 13. darstellt. Bisher habe er nie das Verlangen gespürt, eine Serie zu schreiben, erzählt er. Dies habe er bei Hauptkommissar Vincent Veih erstmals anders erlebt. "Da ist noch nicht alles erzählt", meint Eckert. Veih, der Sohn einer früheren RAF-Terroristin, dessen langjährige Beziehung gerade gescheitert ist, biete noch viel Potenzial. Dessen zweiter Fall beginnt bereits mit spektakulären Schüssen. Es sind die, die das Leben von Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder blutig beenden - auch wenn er im Buch einen anderen Namen trägt. Als kurz hintereinander zwei junge Frauen umkommen, stößt Veih auf Spuren, die er lieber nicht entdeckt hätte - führen sie ihn doch zu seiner ihm entfremdeten Mutter. Spannungsreich, mit einem Blick für Menschen und Atmosphäre, trägt Eckert Ausschnitte vor. Keine Überraschung, dass sein Krimi danach viele Käufer findet wie etwa Bürgermeisterin Sabine Anemüller. "Dafür muss ich nur noch Zeit finden", sagt sie lachend.

Die Einnahmen aus der Benefiz-Matinee verwenden die Zontafrauen für eines ihrer Hilfsprojekte, die regelmäßigen Frauenfrühstücke. "Dazu laden wir Flüchtlingsfrauen ein", sagt Claudia Holthausen. Für diese sei es eine Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und sich in die Sprache einzufinden.

Quelle: RP
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