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Viersen
Hunde nehmen Spur im leeren Krankenhaus auf

Viersen. Im St.-Cornelius-Hospital trainierten 22 Teams aus Mensch und Hund die Suche nach Vermissten

Für kurze Zeit war das verlassene St.-Cornelius-Hospital in Dülken alles andere als leer. In dem Gebäude, das seit dem Umzug der Abteilungen ins Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH) leer steht, lernten Hunde die Suche nach Vermissten. Dabei trainierten die Vierbeiner gemeinsam mit Herrchen und Frauchen.

Zu klären war die Frage: "Wo sind Romeo und Julia?". Dabei mussten Besitzer und Hund unterschiedliche Aufgaben lösen. Die Idee zu dem ungewöhnlichen Veranstaltungsort hatte Tanja Nelleßen, Krankenschwester auf der Intensivstation des AKH und Besitzerin der neunjährigen Mischlingshündin Bella. Seit drei Jahren betreibt sie das Mantrailing als Hobby und Ausgleich zum Beruf. Mit Petra Vranken, die professionell Personenspürhunde ausbildet, hatte sie die richtige Partnerin gefunden. Vranken übernahm die Planung und die Organisation des Events sowie die Koordinierung weiterer Freiwilliger. Unterstützt gab es zudem von der Geschäftsführung des AKH.

Den leerstehenden ehemaligen Funktionstrakt nutzten 22 Teams aus Mensch und Hund für ein Wochenende. "Das Interesse war groß und wir hatten sogar eine Warteliste", sagt Nelleßen. Nicht nur die Hunde schnüffelten fleißig nach Spuren, auch die Besitzer mussten etwa aus zehn verschiedenen Gerüchen den richtigen finden. "Da merkt man erst einmal, was die Tiere leisten", sagt die Hunde-Beisitzerin. Petra Vranken sucht generell nach verlassenen Orten für ihre Mantrailing-Events. Wegen des großen Zuspruchs würden die Veranstalterinnen das Training gern im Krankenhaus wiederholen; noch ist die Entscheidung nicht gefallen."

Ingrid Quasten, Pflegedienstleiterin des Kinderhauses, freute sich über eine Spende in Höhe von 250 Euro, dies ist ein Teil der Teilnahmegebühr. Seit Mai 2010 finden im Kinderhaus bis zu 14 dauerbeatmete sowie mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche ein Zuhause. Derzeit werden am Hüsgesweg 14 Kinder umsorgt. Das Team des Kinderhauses unterstützt meist Familien aus der Region Linker Niederrhein, wenn deren Ressourcen für die Pflege fehlen oder auch erschöpft sind.

Quelle: RP
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