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Frau zog ein Messer
Hundehasser bedrohen Joggerin in Niederkrüchten

Niederkrüchten. Eine Wegbergerin war mit ihren drei Hunden in Niederkrüchten unterwegs, als ihr ein älteres Paar begegnete. Der Mann brüllte sie an, die Frau zog ein Messer hervor. Von Heike Ahlen

Diesen Gründonnerstag-Nachmittag wird eine Wegbergerin nicht so schnell vergessen. Die 51-Jährige ist oft mit ihren drei Hunden im Meinweg-Gebiet unterwegs. So auch diesmal, als ihr gegen 15 Uhr an einer Kreuzung in der Nähe des Lamertzweges bei Oberkrüchten ein älteres Paar begegnet. "Der Mann ist direkt auf mich zu gegangen, hat sich vor mir aufgebaut und mich beschimpft", erzählt die Wegbergerin. Von "Hundepack" sei die Rede gewesen, davon, dass die Tiere weg müssten. Sie sei auch geschubst worden.

Das Schlimmste für sie sei allerdings die Reaktion der Frau gewesen: Die habe aus der Jackentasche ein Messer gezogen und sie die ganze Zeit bedroht, während der Mann sie angebrüllt habe. Sie habe die ganze Zeit Angst gehabt, die Frau könne auf eines der Tiere mit dem Messer losgehen.

Schließlich habe sie mit ihren drei Hunden weiterlaufen können. Und natürlich sei alles zusammengekommen: Um das Handy beim Laufen nicht zu verlieren, habe sie es nicht mitgenommen, noch nicht einmal im Auto gelassen, damit es dort nicht gestohlen werden könne.

Sie habe nach anderen Spaziergängern gesucht, mehrere nach einem Handy mit Empfang gefragt - der Empfang ist im Meinweg-Gebiet nicht überall gut. Als sie endlich jemanden mit Handy gefunden habe, habe sie das Paar nicht mehr sehen können.

So konnte sie erst eine Stunde nach der Bedrohung die Polizei von zu Hause aus informieren. Ihr Ehemann hat andere Hundehalter, die dort spazieren gehen, um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Viele haben bereits zugesagt, die Augen offen zu halten.

Ähnlicher Fall in Euskirchen

Besonders betroffen hat den Mann die Parallele zu einem Fall aus Euskirchen gemacht, der im Januar hohe Wellen geschlagen hatte. Dort hatte ebenfalls ein älteres Paar eine Hundehalterin ohne Vorwarnung angegriffen. Der Mann hatte die Halterin festgehalten, die Frau das Tier mit Giftködern gefüttert. Der Hund überlebte knapp.

Der Ehemann möchte sich heute mit dieser Tierhalterin in Verbindung setzen, weil es ihm keine Ruhe lässt, ob es sich möglicherweise um die gleichen Personen handelt. Das sei zwar eigentlich unwahrscheinlich, sagt er, aber schließlich seien beides Gegenden, in denen gerade ältere Paare Erholung suchten.

Im Netz macht aktuell auch eine Beobachtung aus Dülken vom Samstag die Runde: Dort soll ein älterer Mann in einem Ledermantel dabei beobachtet worden sein, wie er Giftköder verteilt, Flaschen zerschlagen und die Scherben ausgebreitet habe.

Quelle: RP
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