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Viersen
Ideen für "Einkaufsstadt 2020"

Viersen. Etwa holprig verlief das erste Treffen zur Entwicklung eines Konzeptes, um Viersen in den nächsten Jahren als Einzelhandelsstandort attraktiver zu machen. Der Zeitplan ist eng gestrickt. Viele Teilnehmer sahen sich überfordert. Von Frank Schliffke

Gut gefüllt war der Sitzungssaal des alten Viersener Rathauses, wohin Wirtschaftsförderung und Citymanagement der Stadt eingeladen hatten. Ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Konzepts "Einkaufsstadt 2020"sollte gegangen werden. Sechs "Handlungsfelder" hatte Mareike Meyer vom städtischen Citymanagement festgelegt, für die Arbeitsgruppen aus dem Kreis der Interessenten gebildet werden sollten.

Magere 14 Zuhörer entschieden sich nach einem Einführungsvortrag dazu, einen Zettel mit ihrem Namen an die dafür vorgesehene Pinnwand zu hängen. Willi Zerres, der Thomas Küppers, den erkrankten Chef der städtischen Wirtschaftsförderung vertrat, blieb nur noch der Versuch, zu retten, was kaum noch zu retten war.

Nur zwei Monate Zeit

Wenn der Zeitplan, den die Verwaltung vorgeschlagen habe, zu knapp sei, müsse man eben die Vorlage der Ergebnisse an den Wirtschaftsausschuss des Rates verschieben, sagte er. Gerade zwei Monate, bis zum 25. Mai, hätte es dauern sollen, bis ein Maßnahmenkatalog fertig ist. Der wäre am 21. Juni der Politik vorgelegt worden.

Doch es war nicht allein der enge zeitliche Rahmen, der für Verwunderung und Unmut bei den Gästen sorgte. Die Handlungsfelder seien nicht klar genug abgegrenzt, wurde bemängelt. Auch sei nicht erkennbar, welche Vorarbeiten die Stadt bereits an dem Konzept geleistet habe, auf die sich die Arbeitsgruppen stützen könnten. Und schließlich vermisse man eine Idee, zu welchem Ziel die Vorschläge der Gruppen führen sollten.

Viele Themen seien im Werbering bereits ausführlich diskutiert worden. Die Ergebnisse sollten berücksichtigt werden. Werbering-Geschäftsführer Helmut Ruth schlug schließlich vor, das Citymanagement der Stadt solle die vorliegenden Informationen zusammenstellen, die Handlungsfelder klarer beschreiben und alles den Interessenten per Post oder E-Mail zukommen lassen. Denn eines war für die Teilnehmer klar: "Heute Abend kommt hier nichts mehr zusammen."

Quelle: RP
 
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