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Viersen
Im "Freiflug in die Fantasie"

Viersen. Aus dem Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek dringt Gelächter. 15 Kinder sitzen an Tischen und schauen gebannt zur Bühne. Dort steht Tina Kemnitz. Hinter ihr hängen große Plakate mit Buchcovern. Auf einem Tisch stehen die dazu passenden Ausgaben. Gerade erzählt Literaturvermittlerin von dem Jugendbuch "Nennt mich nicht Ismael". Als sie am Ende ihrer Erzählungen und gleichzeitig auch ihres Auftritts angelangt ist, beschweren sich die Kinder lautstark. Die Veranstaltung von Kemnitz heißt "Tolles Buch!" und ist eine Literaturempfehlungsshow für Kinder und Jugendliche, mit der sie auch bei der Abschlussparty des Sommerleseclubs zu Gast ist. "Ich finde die Aktion gut, weil Kinder so wieder zum Lesen verführt werden", sagt Kemnitz.

Organisiert wurde der Viersener Sommerleseclub, der in diesem Jahr unter dem Motto "Freiflug in die Fantasie" stand, von den Bibliothekarinnen der Stadtbibliothek. 43 Kinder haben in diesem Jahr teilgenommen. Um ein Zertifikat zu bekommen, musste jeder Teilnehmer mindestens drei Bücher in den Sommerferien gelesen haben. Doch viele Kinder haben mehr geschmökert. "Der Rekord lag dieses Jahr bei 25 Büchern", erzählt Mitorganisatorin Monika Effkemann. Auch Kristina hat in den Ferien viel gelesen. Elf Bücher hat sie geschafft: "Die Bücher habe ich auch mit in den Urlaub genommen", sagt sie.

Zur Überprüfung, ob die Bücher wirklich gelesen wurden, gibt es eine Abfrage, bei der die Kinder allerdings gerne mitmachen: "Man weiß nicht, welche Fragen man gestellt bekommt, das gefällt mir", sagt Denil, der schon mehrmals am Sommerleseclub teilgenommen hat. Wenn man mit den Kindern über die Bücher spricht, ist das schon schön", sagt auch Effkemann. Neu sind die Bewertungskärtchen, die jedes Kind nach dem Lesen ausfüllt. Dazu denkt sich jeder eine Quizfrage aus. Die Kärtchen bleiben dann für die nächsten Leser in den Büchern liegen. "Die Bewertungskarten auszufüllen, hat mir Spaß gemacht. Und auch die Quizfrage. Außerdem kann man anderen Kindern eine Empfehlung geben", erklärt Lennart. Dass der Sommerleseclub so gut ankommt, freut Effkemann: "Es gibt so viele Angebote für Kinder. Mit dem Sommerleseclub erreichen wir Menschen, die wir sonst nicht erreichen können", erklärt die Bibliothekarin.

(leab)
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