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Viersen
Im Königsburg-Keller wird's kriminell

Viersen. Im Verein Königsburg 2.0 hat sich das Krimiteam formiert. Student Adrian Boshamer (22) heckte diesen Plan aus und fand Unterstützer. Die erste Tat wird am 31. Oktober begangen Von Daniela Buschkamp

Margret Rutherford, Humphrey Bogart oder Edward G. Robinson: Helden und Schurken des Film noir halten Einzug in der Süchtelner Königsburg.

Verantwortlich dafür ist ein junger Mann mit einem Faible für alte Kriminalfilme: Adrian Boshamer (22), Jurastudent aus Süchteln, gehört zu den neuen Mitgliedern im Verein Königsburg 2.0 - er brachte die Idee für das Krimiteam mit. Und nicht nur das, sondern auch seinen Bruder Robert (16) und seine Mutter Gisa Genneper (59). Gemeinsam mit Irmtraud Hörne, Achim Melcher und Cornelia Breidenbach bilden sie die neue "kriminelle Vereinigung" innerhalb des Vereins. "Ich habe immer viel gelesen. Irgendwann bin ich dann auf die Krimis von Raymond Chandler und Dashiell Hammett gestoßen" erzählt Adrian Boshamer. Von den Büchern zu den Verfilmungen war es ein kurzer Weg - und der Süchtelner hatte sein Lieblingsgenre entdeckt. Ob Miss Marple, Verfilmungen von Edgar Wallace, Klassiker von Alfred Hitchcock: "Krimis sind unglaublich vielseitig", schwärmt Adrian Boshamer. Und die historische Königsburg biete dazu einen passenden Rahmen.

Ein Rahmen, der allerdings noch hergerichtet werden muss, sagt Cornelia Breidenbach, Vorstandsmitglied im Verein Königsburg 2.0: "Langfristig wollen wir im Keller der Königsburg, dem sogenannten ,Kö-Keller' Krimis zeigen." Dort sind jetzt noch Stühle gestapelt, stehen Möbel- und Lampenspenden für die künftige Einrichtung bereit. "Es ist noch einiges zu tun, bis die Kellerräume wieder genutzt werden können", so Breidenbach. Die umfangreiche Sanierung des gesamten ehemaligen Lichtspielhauses zum Kulturtreffpunkt soll aber erst im kommenden Jahr beginnen. Dafür kann der Verein umfangreiche Fördermittel nutzen.

Für Montag, 31. Oktober, hat das Krimiteam seine erste Tat geplant: Nach der Krimilesung mit Stephan Hähnel ("Alte Frau zum Kochen gesucht") um 19.30 Uhr wird gegen 21 Uhr ein klassischer Krimi gezeigt - zur Stärkung gibt es eine Kürbissuppe. Kosten: acht Euro.

Das Krimiteam hat für die Königsburg viele Pläne. Welche, erläutert Cornelia Breidenbach: "Der Krimiabend soll ab Januar immer am letzten Sonntag im Monat stattfinden." Für das laufende Jahr sei allerdings kein weiterer Sonntagabend-Krimi geplant. Am Donnerstag, 17. November, werde das Kinoteam einen spannenden Film zeigen. "Wir planen eine bunte Mischung aus Krimis mit Kultstatus", kündigt Breidenbach an. Da die Königsburg kein kommerzielles Kino betreibe, dürfe sie nicht mit den Filmtiteln werben - Besucher könnten sich aber die gesamte Bandbreite des Genres freuen. Adrian Boshamer jedenfalls freut sich - auf die Krimis und weitere Krimifreunde.

Fotoleiste unten: Filme von Alfred Hitchcock (l., ) ode rmit Margret Rutherford (r., ) könnten in der Königsburg zu sehen sein. Deren Keller muss hergerichtet werden, wie das zweite und das dritte Foto zeigen (

Quelle: RP
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