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Viersen
Inklusion = mittendrin
Viersen: Inklusion = mittendrin
FOTO: BUSCH
Viersen. Beim Aktionstag des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Arbeitskreises für Behindertenfragen geht es am kommenden Samstag, 5. Mai, in Viersen um die Gleichstellung Behinderter mit Nicht-Behinderten. Von Paul Offermanns

Der Aktionstag auf dem Sparkassenvorplatz in der Viersener Innenstadt (Fußgängerzone Hauptstraße) hat bereits Tradition. Seit einigen Jahren werben Organisationen und Institutionen, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband im Kreis Viersen angehören, für soziale oder gesellschaftliche Ziele. Am kommenden Samstag, 5. Mai, stehen die Aktionen von 10 bis 13.30 Uhr unter dem Motto "Inklusion = mittendrin". Die Veranstaltung findet anlässlich der von der "Aktion Mensch" ausgerufenen Aktion Grundgesetz zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung statt.

Mit Bürgern ins Gespräch kommen

"Wir stehen mit dem Thema Inklusion erst am Anfang und wollen mit den extra dafür herausgebrachten Flyern mit den Bürgern ins Gespräch kommen", sagt Heinz-Jürgen Antwerpes, Sprecher des Arbeitskreises Behindertenfragen und Vorsitzender der Kreisgruppe Viersen im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Michael Behrendt, Geschäftsführer der Lebenshilfe Viersen erklärt dazu: "Die räumliche Inklusion muss sich auch in den Köpfen der Menschen festsetzen."

Die teilnehmende Organisationen wollen am kommenden Samstag mit den Passanten in der Fußgängerzone diskutieren und sie informieren, wie Nicht-Behinderte und Behinderte im täglichen Leben miteinander umgehen. Sie greifen die zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention auf, die die Bundesrepublik Deutschland vor drei Jahren unterzeichnet hat: Inklusion heißt Integration von Anfang an und richtet sich gegen das Fortbestehen von besonderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Behinderte Menschen sollen von Beginn an mitten in der Gesellschaft leben und arbeiten. Beim Aktionstag werden einige Beispiele für gelebte Inklusion in Viersen in einer Talkrunde vorgestellt: Heike Rohr leitet das neue Café "Käffchen am Steinkreis" der Lebenshilfe im Stadtpark Robend und beschäftigt behinderte und nicht behinderte Mitarbeiter. In dem Café, das barrierefrei gebaut wurde, sollen sich Menschen ohne Barrieren begegnen, betont Behrendt. Stefan Corda-Zitzen, Geschäftsführer der Psychiatrischen Hilfegemeinschaft Viersen, greift die Inklusion "Wohnen im Alter" auf. Das unterscheidet sich bei Behinderten nicht wesentlich von dem bei Nicht-Behinderten. Die Lebenshilfe zeigt auf, wie Inklusion von Wohnen und Arbeiten funktioniert, wenn Nicht-Behinderte und Behinderte sich unter einem Dach zusammenfinden.

Theater und Musik

Während des Vormittags gibt es Vorstellungen der integrativen Theatergruppe des Projektes "Spektrum" der Freiwilligenzentrale in Viersen. Für Live-Musik sorgt die Achim-Bardohl-Combo. Das Team aus dem "Käffchen am Steinkreis" sorgt für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen.

Quelle: RP
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