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Kreis Viersen
Integration ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Kreis Viersen. Der Kreis setzt bei der Integration von Flüchtlingen auf die enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden. Dies berichtete Kreisdirektor Ingo Schabrich jetzt in der Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags. Stichworte wie Baurecht, Bildung und Schulrecht seien in diesem Zusammenhang besonders für die interkommunale Zusammenarbeit geeignet.

Unzufrieden äußerte sich dennoch die Viersenerin Martina Maaßen (Grüne). Sie trauert - wie auch die SPD und die Linke - der "vergebenen Chance" nach, ein Kommunales Integrationszentrum (KIZ) zu installieren. Der Kreistag hatte es im vergangenen Jahr mehrheitlich abgelehnt. Die Landtagsabgeordnete sieht darin eine besondere Form der Halsstarrigkeit, außer dem Kreis Viersen hätten nur zwei weitere Kreis im gesamten Land NRW KIZ abgelehnt. Das sei umso bedauerlicher, als statt fünfeinhalb nun sogar siebeneinhalb Stellen für Integrationsarbeit gefördert werden. Obendrein gebe auch noch Fördermittel für ehrenamtliche Arbeit.

Die Kreisverwaltung ist da mittlerweile anders unterwegs. Schabrich berichtete, es gebe inzwischen eine Fülle von Förderprogrammen, deren Passgenauigkeit der Kreis nun prüfe. Einige Programme seien nicht einmal bekannt "Wir werden auswerten, das Sinn macht", sagte er. Zunächst werden einmal alle verfügbaren und erforderlichen Daten gesammelt und über das Kommunale Rechenzentrum eingespeist. "Das ist eine regelrechte Kärrnerarbeit", meinte Schabrich. In der Kreisverwaltung sind mehrere Fachämter sowie der Sozialplaner eingebunden.

(lp)
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