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Meine Kulturwoche
Jazz, weihnachtliche Lieder und ein Menü

Viersen. Alle Jahre wieder kommen die Jazz-Fans im Grenzland auf ihre Kosten. Der Jazz Circle lädt mit Musikern vom Niederrhein zum Jahresabschluss ins Weberhaus ein und das Blue Motion Trio stimmt mit Joscho Stephan in der Burg Brüggen das alljährliche Christmas Special an. Aber es gibt noch weitere akustische Geschenke.

Von wegen "Rockin' around the Christmas Tree". Das Grenzland legt sich da in der kommenden Woche noch nicht fest: Von Jazz über Swing bis zur Klassik ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Fest steht, die Musiker ziehen jetzt weihnachtliche Saiten auf, und ja, es wird auch mal gerockt.

Der kommende Freitag steht im Zeichen des Jazz: Alle Jahre wieder beendet der Jazz Circle Viersen das Jahr mit einem Konzert, bei dem Musiker vom Niederrhein gemeinsam jammen. In der Formation Homebase stimmen am 15. Dezember um 20.30 Uhr Markus Türk (Trompete), Manfred Heinen (Piano & Keyboard), Tim Isfort (Bass), Jörg Fink (Posaune) und Robert Hurasky am Schlagzeug das Heimspiel an. Keyboarder Manfred Heinen hat "ein wildromantisches, hart umgekämpftes Match mit ausgeklüngeltem Kombinationsspiel und extrovertierten solistischen Ausflügen angekündigt. Charmante akustische Verstärkung bekommen die Sechs vom Niederrhein durch ein Streichquartett: Paula Middelhauve (Violine), Lukas Brux (Violine), Luise Middelhauve (Viola) und Fanziscus Brux (Cello). Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt zehn Euro, und Jugendliche unter 18 haben freien Eintritt.

Wem ein "hart umgekämpftes Match" zu improvisiert in den Ohren klingt, kann ebenfalls am Freitag, 20 Uhr, im Kultursaal der Burg Brüggen weihnachtliche Jazz-Töne fürs Trommelfell finden. Das vom Schlagzeuger André Spajic gegründete Blue Motion Trio gilt als Piano-Swing-Trio im Sinne der 1950er und 1960er Jahre. Gemeinsam mit Gipsy-Swing-Gitarristen Joscho Stephan nehmen sie ihre Zuhörer bewährterweise mit ins "Winterwonderland" und bescheren Jazziges aus dem American Songbook. Karten kosten pro Person zehn Euro im Vorverkauf und zwölf Euro an der Abendkasse.

Auch in der Villa Marx in Viersen weihnachtet es sehr - und zwar am Samstag, 16. Dezember, 18.30 Uhr. Es duftet allerdings weniger nach Äpfeln und Nüssen, sondern nach Enten-Consommé, Gänsekeule in Rotwein geschmort und Lebkuchen-Mousse. Zum Drei-Gang-Menü wird exzellente Musik gereicht: Baroque in Blue spielen bekanntes und vergessenes Weihnachtsliedgut von Peter Tschaikowsky bis Karel Svoboda in eigenen Arrangements. Da erklingt Jazz neben der Titelmelodie von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", ohne dass es kitschig wirkt. Die sieben Profi-Musiker, zu deren erklärten Fans Udo Lindenberg gehört, begleiten in ihrem normalen Leben Künstler in ihren Bands und Orchestern europaweit. Ihre Variationsfähigkeit kann sich hören lassen. Von Jazz bis Klassik, Swing bis Rock ist alles dabei. Kultur-Umlage für Konzert und Menü: 39 Euro.

Am Montag, 18. Dezember, wird es dann etwas geben - und zwar etwas richtig Feierliches, opulent Festliches in der längst ausverkauften Viersener Festhalle, wenn London Brass auf den Knabenchor Hannover trifft. Jeder für sich ist eine Größe: London Brass ist eines der traditionsreichsten Blechbläserensembles überhaupt. Es spielte zum Thronjubiläum von Queen Elisabeth. Seine Weihnachtskonzerte werden von der BBC übertragen. Sein Repertoire reicht von der Musik des 16. Jahrhunderts bis hin zu Freddie Mercury. Den Knabenchor Hannover gibt es seit fast 65 Jahren, hochdekoriert, international gefragt. Gemeinsam stimmen die Londoner Blechbläser und die Hannoveraner Chorknaben in der Festhalle die "Christmas Carols" an, darunter Werke von Johann Sebastian Bach, Arcangelo Corelli und traditionelles Liedgut wie "O come, all ye faithful". Es dürfte fast so feierlich werden wie Weihnachten in der Westminster Abbey. Auch wenn am Weihnachtsbaum noch nicht die Lichter brennen.

Quelle: RP
 
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