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Viersen
Jazzfestival-Vorverkauf so gut wie nie

Jazzfestival Viersen: Vorverkauf 2015 so gut wie noch nie
Gut lachen haben Organisatoren und Sponsoren des Jazzfestivals. Über den guten Kartenvorverkauf freuen sich der künstlerische Ali Haurand (v.l.), Bürgermeister Günter Thönnessen, Frank Kindervatter (NEW), der organisatorische Leiter Tobias Kremer, Kulturdezernent Dr. Paul Schrömbges, Stefan Vander (Sparkassenstiftung), Dr. Rüdiger Schmitz (Förderverein Festhalle) und Brigitte Baggen (Kulturabteilung). Für sie spielte Pianist Stefan Schöler, der am Festivalsamstag auftritt. FOTO: Busch
Viersen. In der Festhalle findet vom 25. bis 27. September das Internationale Jazzfestival statt. Top-Act ist Punkgeiger Nigel Kennedy. Junge Jazzbands spielen jetzt am Freitag bei der "Jazzband Challenge" in der Rockschicht um einen Auftritt. Von Birgitta Ronge

Seit zehn Jahren ist Tobias Kremer organisatorischer Leiter des Internationalen Jazzfestivals, das im kommenden Jahr das 30-jährige Bestehen feiert. Das sei nun eine Zeit zu resümieren, sagte Kremer gestern, als sich Organisatoren und Sponsoren in der Festhalle trafen, um über das Programm, den Vorverkauf und besondere Aktionen zu sprechen. "Nach vielen Veränderungen haben wir jetzt einen Stand erreicht, der mich zufrieden macht", stellte Kremer fest.

Bis dahin war es ein weiter Weg. Immer wieder war über die Finanzierung des Festivals diskutiert worden, immer wieder hatten die Organisatoren überlegt, wie das Festival auch für jüngere Besucher attraktiver werden kann. Inzwischen ist die Fortsetzung in sicheren Tüchern, mit Sparkassenstiftung, NEW und dem Förderverein Festhalle haben die Organisatoren verlässliche Partner gefunden. Er sei überzeugt, dass das Festival in guten Händen liege und fortgesetzt werde, sagte auch Bürgermeister Günter Thönnessen.

Passt mir das? Bürgermeister Günter Thönnessen (re.) schien sich nicht ganz sicher zu sein, ob das Shirt nicht ein wenig zu eng sitzt. Der künstlerische Leiter des Festivals, Ali Haurand, hatte das Hemd aber auch noch in etwas größerer Ausführung im Angebot. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Dass das Jazzfestival inzwischen in Viersen wirklich angekommen ist, zeigt der Kartenvorverkauf in diesem Jahr: Wer noch ein Festivalticket für das gesamte Wochenende haben möchte, muss Glück haben - gestern Vormittag hatte die Kulturabteilung noch geschätzt 20 Karten. Auch die Tageskarten für den Festivalfreitag sind weg. Nur für Samstag gibt es noch Karten - was all diejenigen freuen dürfte, die 2008 das Konzert von Nigel Kennedy in Viersen verpasst haben. "Wir sind so gut aufgestellt wie noch nie", verkündete Brigitte Baggen von der Kulturabteilung der Stadt.

Um den Jazz in die Stadt zu bringen, suchten die Organisatoren in den vergangenen Jahren stets neue Wege, beispielsweise mit Konzerten in der evangelischen Kreuzkirche. Das Konzept, das Festival aus der Festhalle ein Stück weit hinaus und in die Stadt hineinzutragen, setzen sie in diesem Jahr Jahr fort. Es gibt zwar kein Konzert in der Kirche, aber einen Wettbewerb junger Jazzbands, die sich am kommenden Freitag, 18. September, in der Viersener "Rockschicht" an der Bahnhofstraße 55 um einen Auftritt beim Jazzfestival bemühen.

Vier Bands wurden für die "Jazzband Challenge" ausgewählt, jede Gruppe hat 15 Minuten Zeit, Publikum und Juroren von sich zu überzeugen. Qualifiziert haben sich das "Trio d'Accoustica", ein Gitarrentrio aus Mönchengladbach, das improvisierte, selbst arrangierte Lieder präsentiert, "Pulsar Tales" aus Köln, die mit einem Mix aus Pop, Jazz und Electro-Sound ein musikalisches Kaleidoskop servieren, "The Dudes' Quartet", das auf ungewöhnliche Arrangements und Platz für solistischen Spielraum Wert legt, sowie Schlagzeuger Richard Münchhoff, der schon im vergangenen Jahr dabei war und nun mit Trio zu Gast ist. Einlass für die "Jazzband Challenge" ist um 20.30 Uhr, Beginn ist um 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Eine besondere Aktion kündigte Brigitte Baggen außerdem gestern an: Derzeit ist in der Galerie im Park in Viersen unter dem Motto "Stadtbesetzung" eine Ausstellung zu Urban-Art-Projekten von Streetartisten zu sehen, Straßenmaler Edgar Müller brachte in den vergangenen Tagen ein beeindruckendes Gemälde auf die Fläche zwischen Rathauspark und Stadthaus auf. Mit Siegfried Müller, Jens Hewelt und Tom Hewelt werden nun drei Künstler unter dem Motto "Festivalbesetzung" Porträts der Künstler fertigen, die beim Jazzfestival dabei sind. Die Graffiti-Arbeiten, die sie mit Sprühdose auf Sperrholz bringen, sind während des Festivals zu sehen. Viersens Kulturdezernent Dr. Paul Schrömbges betonte, wie wichtig Kunst im öffentlichen Raum sei und wie wichtig es sei, kulturelle Angebote zu den Menschen zu bringen: "Wir können uns nicht hinter unsere Kulturtempel-Mauern zurückziehen. Wir müssen raus - dorthin, wo die Kinder, die Jugendlichen, auch die Erwachsenen, sind."

Quelle: RP
 
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