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Kreis Viersen
Jeder Zehnte im Kreis ist schwerbehindert

Kreis Viersen. Ende 2015 waren 9,7 Prozent der Einwohner des Kreises Viersen von einer Schwerbehinderung betroffen

Ende 2015 lebten laut dem Statistischen Landesamts NRW 28.704 schwerbehinderte Menschen (Behinderungsgrad mindestens 50 Prozent) im Kreis Viersen. Dies waren 37,1 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Damit waren Ende 2015 insgesamt 9,7 Prozent der Einwohner schwerbehindert (NRW: 10,0 Prozent), 2005 waren es erst 6,9 Prozent (NRW: 9,1 Prozent).

"Im Gegensatz zur landläufigen Meinung entstehen mehr als 80 Prozent der Schwerbehinderungen durch eine chronische Erkrankung, nur jeder 20. hat eine angeborene Behinderung, ein noch kleinerer Teil ist infolge eine Unfalls behindert", erklärt Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. "Vor allem im Alter wächst das Risiko, durch eine chronische Erkrankung schwerbehindert zu werden, sei dies durch einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, eine Krebserkrankung oder auch Diabetes." Das zeige sich daran, dass mehr als die Hälfte der Schwerbehinderten mindestens 65 Jahre alt war und 18,5 Prozent wegen einer "Beeinträchtigung der Funktion innerer Organe" beeinträchtigt sind. "Nur mit Präventionsprogrammen für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen lässt sich dieser Entwicklung mildern", glaubt Michael Lobscheid.

Quelle: RP
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