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Kreis Viersen
Jobs für Langzeitarbeitslose fördern

Kreis Viersen: Jobs für Langzeitarbeitslose fördern
Wollen Langzeitarbeitslosen bessere Chancen geben: Silke Veuskens, Franz-Josef Schmitz und Jara Weyers vom Jobcenter des Kreises Viersen. FOTO: specks
Kreis Viersen. Das Jobcenter will einstellende Firmen beim Projekt "Aufbruch 2017" belohnen Von Tim Specks

Aufgeben gibt's nicht - zumindest, wenn es nach dem Jobcenter des Kreises Viersen geht. Mit dem gestern gestarteten Projekt "Aufbruch 2017" will die Arbeitsagentur Langzeitarbeitslosen bessere Chancen verschaffen, zurück ins Berufsleben zu finden. Funktionieren soll das, indem Arbeitgeber motiviert werden, Jobsuchende auch nach längerer Arbeitslosigkeit einzustellen: Im Herbst sollen deshalb drei Firmen ausgezeichnet werden, die sich bewusst entschieden haben, Langzeitarbeitslose zu beschäftigen.

Seit Herbst 2015 kümmern sich beim Jobcenter zehn Angestellte speziell um Langzeitarbeitslose. Als solche werden Jobsuchende eingestuft, wenn sie mindestens ein Jahr lang ohne Beschäftigung sind. Unter anderem mit Bewerbungstrainings soll diesen Menschen geholfen werden, eine Anstellung zu finden. Besonders bei Menschen, die seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Stelle sind, sei ein intensiver Kontakt zwischen Jobsuchendem und Jobvermittler wichtig, sagt Jara Weyers vom Jobcenter. "Da reicht es nicht, sich mal zehn Minuten zusammenzusetzen." Oft würde erst nach mehreren Gesprächen klar, was die Gründe für längere Arbeitslosigkeit seien. "Da braucht man ein gewisses Vertrauensverhältnis", sagt Weyers. Um eine intensive Kundenbetreuung zu ermöglichen, sei im Schnitt ein Berater für 75 Jobsuchende zuständig, sagt Geschäftsführer Franz-Josef Schmitz. Der gesetzliche Betreuungsschlüssel liege bei 150 Kunden pro Jobvermittler.

Mit dem nun aufgelegten Programm "Aufbruch 2017" wolle das Jobcenter daran arbeiten, etwa Vorurteile bei Arbeitgebern gegenüber Langzeitarbeitslosen abzubauen, sagt Schmitz. "Viele dieser Leute sind hochmotiviert." Der Kreis Viersen unterstützt die Intensivbetreuung der Langzeitarbeitslosen mit rund 200.000 Euro jährlich. Damit sich die Unterstützung rechne, müssten pro Jahr 240 Jobcenter-Kunden einen Arbeitsplatz finden, sagt Schmitz. Bislang seien rund 500 vermittelt worden - etwas mehr also, als die Mindestanzahl. Momentan (Stand: Mai 2017) gibt es laut Jobcenter im Kreis Viersen 4098 Langzeitarbeitslose. Das seien 431 - oder 9,5 Prozent - weniger, als noch im Mai vergangenen Jahres.

Bis zum 31. August können sich Unternehmen über die Internetseite des Jobcenters (www.jobcenter-kreis-viersen.de) bewerben.

Quelle: RP
 
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