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Schwalmtal
Josef Mohr löst Wolfgang Genenger ab

Schwalmtal: Josef Mohr löst Wolfgang Genenger ab
Wolfgang Genenger (re.) legte Josef Mohr die Amtskette um. Genenger schied nach sechs Jahren aus, weil er seit März stellvertretender Bundesschützenmeister ist und diese Doppelbelastung künftig vermeiden möchte. FOTO: Busch
Schwalmtal. Mohr wurde zum Diözesan-Bundesmeister gewählt. In seiner neuen Position ist er verantwortlich für mehr als 450 Bruderschaften in 32 Bezirksverbänden mit 55 000 Mitgliedern im Bistum Aachen. Von Paul Offermanns

Josef Mohr (65) ist der neue Diözesan-Bundesmeister. Er wurde am Samstag in der nicht-öffentlichen Diözesan-Bruderratssitzung im Dilkrather Pfarrheim gewählt. Die Sitzung fand zum ersten Mal in Schwalmtal statt. Mohr erhielt 40 Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten Karl-Heinz Körner aus Kreuzau entfielen 15 Stimmen. Mohr löst den aus Viersen kommenden Diözesan-Bundesmeister Wolfgang Genenger (54) nach sechs Jahren Amtszeit ab.

Genenger war im vergangenen März zum stellvertretenden Bundesschützenmeister gewählt worden und gehört dem Präsidium des Bundes der historischen Deutschen Bruderschaften an. Dies stellte eine Doppelbelastung dar, so dass Genenger sein Amt als Diözesanbundesmeister nicht länger innehaben wollte. "Ich bleibe dem Diözesan-Bruderrat in der Position des stellvertretenden Bundesschützenmeisters als kooptiertes Mitglied erhalten", sagte Genenger.

Mohr ist seit 2008 Diözesan-Geschäftsführer. Seine Aufgabe übernimmt in Zukunft Silvio Quirini aus Schleiden-Gmünd. Mohr ist Oberst a. D. und war 40 Jahre lang Berufssoldat. Er will sich nun besonders um eine gelungene Kommunikation bemühen. "Ich will dafür sorgen, dass der Diözesanverband personell so gut aufgestellt wird, dass er zukunftssicher ist. Ich will Leute mit Perspektiven in den Vorstand holen", sagte der neue Diösezan-Chef. Der Bundesmeister ist verantwortlich für mehr als 450 Bruderschaften in 32 Bezirksverbänden mit etwa 55 000 Mitgliedern im Bistum Aachen.

Bei der Versammlung fragten einige Delegierte, weshalb Diözesan-Präses René Mertens nicht mehr im Amt ist. Darüber äußerte sich Genenger jedoch nicht. Mohr sagte lediglich, man sei auf der Suche nach einem neuen Diösezan-Präses.

Die Delegierten wählten Hans-Willi Pergens, Bezirksbundesmeister von Viersen-Mitte, in das Präsidium des Bundes. Diese Position hatte vorher Mohr innegehabt. Bei der nächsten Präsidiumssitzung auf Bundesebene am 5. März wird der 41-Jährige aufgenommen. Der stellvertretende Diözesanbundesmeister und Bezirksbundesmeister Franz Rosenberger ließ sich mit Franz-Josef Hallstein aus Düren in den Verbänderat wählen, dem sämtliche katholischen Verbände auf Diözeanebene angehören.

Den vorausgegangenen ökumenischen Gottesdienst hatten Kaplan Matthias Goldammer und Bezirkspräses Franz-Josef Cohnen sowie die evangelischen Pastorin Anne Förster in St. Gertrudis abgehalten. Betrübt war Rosenberger, weil von 18 Bruderschafts-Standarten aus seinem Bezirk Schwalmtal-Brüggen nur sechs und die zwei Bezirks- und Diözesan-Standarten da waren. "Wir sind immer da, wenn uns unsere Bruderschaften brauchen. Aber umgekehrt: Wenn wir sie einmal benötigen, dann kommen sie nicht", schimpfte er.

Quelle: RP
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