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Kreis Viersen
Jugendämter werden entlastet

Kreis Viersen. Uwe Schummer begrüßt Verfahren für unbegleitete Kinder und Jugendliche.

Immer häufiger melden sich ausländische Kinder und Jugendliche bei den Behörden, die unbegleitet aus ihrer Heimat nach Deutschland gekommen sind. Für das Jugendamt Kempen ist das eine besondere Zusatzbelastung: Dort befindet sich die Dienststelle der Bundespolizei, die üblicherweise die jungen Menschen aufgreift und dort unterbringt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer begrüßt daher den kürzlichen Beschluss des Bundeskabinetts für ein landesinternes und bundesweites Verteilungsverfahren. Die nun beschlossene Regelung sehe vor, dass innerhalb von 14 Tagen nach Inobhutnahme der Kinder entschieden wird, welches Jugendamt sich um die Kinder kümmert. Das sei eine Entlastung beispielsweise des Jugendamts Kempen, erklärt Schummer. Gleichzeitig werden unbegleiteten ausländischen Kindern und Jugendlichen die Zugänge zu Bildungsangeboten in Kindertageseinrichtungen und zu Unterstützungsleistungen der Kinder- und Jugendhilfe geöffnet.

Diese Maßnahmen ergänzen nach Schummers Darstellung die vom Deutschen Bundestag beschlossenen Verbesserungen im Aufenthaltsrecht junger Menschen, wenn sie eine Ausbildung beginnen. Sie erhielten eine Perspektive, da sie die begonnene Ausbildung abschließen dürfen. "Wer eine betriebliche Ausbildung erfolgreich abschließt, kann dauerhaft ein Aufenthaltsrecht erhalten. Ausbildung ist die beste Integration", so Schummer. Die Ausbildungsbetriebe erhielten die wichtige Planungssicherheit. "Auch wenn die Jugendlichen in ihre Heimatländer zurückkehren, ist Ausbildung die beste Unterstützung und es sind Botschafter der dualen Berufsausbildung nach dem deutschen System", sagt der Bundestagsabgeordnete.

(lp)
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