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Niederkrüchten
Jugendtreff Elmpt soll günstiger werden

Niederkrüchten. Der geplante Elmpter Jugendtreff soll nach der befürchteten Kostenexplosion nun eine Nummer kleiner ausfallen. Der Sozialausschuss stimmte im Grundsatz einem Neubau mit 250 Quadratmeter Nutzfläche zu. Von Jochen Smets

Die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre zeigen: Die Halbwertzeit politischer Beschlüsse zum Neubau des Elmpter Jugendtreffs ist kurz. Darum in aller Vorsicht: Es sieht, Stand heute, so aus, als würde der Jugendtreff in abgespeckter Form und Größe am Standort Lehmkul gebaut.

Die Verwaltung und Vertreter des Kreisjugendamts stellten im Sozialausschuss jetzt in Grundzügen einen Entwurf für einen 250 Quadratmeter großen Jugendtreff vor. Der wäre um etwa ein Drittel kleiner als das ursprünglich geplante und bereits beschlossene Konzept für einen Neubau, der sowohl räumlich (385 Quadratmeter) als auch architektonisch sehr großzügig ausgelegt war. Weil hier aber die Kosten aus dem Ruder zu laufen drohten – 847 000 Euro standen im Raum – zogen Rat und Verwaltung die Notbremse.

Am 28. November nun haben Kreisjugendamt und Gemeindeverwaltung zusammengesessen, um einen alternativen und vor allem kostengünstigeren Weg zu finden. Nun läuft alles auf einen 250 Quadratmeter großen Neubau hinaus, der eher Zweckbau als Prachtbau wäre. Architektonische Highlights des ersten Entwurfs, zum Beispiel ein Pultdach mit Galerie, werden sich darin wohl nicht mehr wiederfinden.

Dafür sinken die Baukosten auf 465 000 Euro. Rechnet man die Gestaltung des Außengeländes inklusive einer von den Jugendlichen gewünschten Dirtbike-Strecke hinzu, lägen die Gesamtkosten bei rund 610 000 Euro, erklärte Hermann Derix vom Bauamt. Irritationen gab es zwischenzeitlich, als Hannes Vilcans vom Kreisjugendamt zunächst eine Lösung für zwei Standorte vorstellte: einen Neubau für Jugendliche und junge Erwachsene an der Lehmkul und eine Weiternutzung des bisherigen Standorts An der Wae für Kinder bis 13 Jahre.

In diesem Fall wäre der Neubau an der Lehmkul noch weiter auf 150 Quadratmeter abgespeckt worden. Das war aber im Ausschuss nicht vermittelbar. Theo Coenen (SPD) war empört: "Ihr Auftrag war eine Kostenreduzierung, jetzt werden wir mit einem völlig neuen Konzept konfrontiert. Das ist ein Unding."

Die Weiternutzung des Jugendtreffs An der Wae wäre aber auch aus Kostengründen nicht mehr vertretbar. Das Gebäude ist dringend sanierungsbedürftig. Allein die Modernisierung würde laut Verwaltung 100 000 bis 120 000 Euro kosten. Hinzu kommen Mietkosten, da die Gemeinde nicht Eigentümerin ist. Die Miete beläuft sich auf einen hohen vierstelligen Betrag im Jahr. Der Ausschuss entschied sich einstimmig für die 250 Quadratmeter große Ein-Standort-Lösung an der Lehmkul.

Vilcans stellte klar, dass auch die nun favorisierte Lösung aus Sicht des Kreises förderfähig ist: 50 Prozent der Baukosten übernimmt der Kreis. Ein konkretes Konzept für den Neubau soll schon im Januar vorliegen, so der Auftrag der Politik an die Verwaltung.

Zudem soll geprüft werden, ob mit einem Neubau in Modulbauweise eine weitere Kostenreduzierung möglich ist.

Quelle: RP
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