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Niederkrüchten
Kiefern schlagen und Rotbuchen pflanzen

Niederkrüchten. Der Niederkrüchtener Gemeindewald wird langsam umgebaut in einen gesunden Mischwald Von Jochen Smets

Der gemeindliche Forstbetrieb wird im kommenden Jahr voraussichtlich einen kleinen Überschuss von rund 13.300 Euro erwirtschaften. Das geht aus dem Forstwirtschaftsplan hervor, den Niederkrüchtens Gemeindeförster Wilfried Kaufhold und Christoph Zebunke vom Regionalforstamt Niederrhein jetzt im Forstausschuss vorstellten. Ausgaben von 167.200 Euro stehen Einnahmen von 180.500 Euro gegenüber. Größter Posten auf der Einnahmenseite ist der Holzverkauf mit 73.000 Euro. Aus dem Kiesverkauf werden 42.000 Euro erwartet und aus der Jagdverpachtung 28.000 Euro.

Für 2017 ist der Einschlag von 2561 Festmeter Holz geplant, davon mehr als drei Viertel Kiefern. Dies entspricht dem so genannten nachhaltigen Hiebsatz - das heißt, es wird nur so viel Holz entnommen wie auch nachwächst. So bleibt die Substanz des Waldes erhalten. Gleichzeitig wird der Wald gewissermaßen umgebaut - ein Prozess, der bereits vor Jahren eingeleitet wurde: "Wir legen den Grundstein für einen gesunden Mischwald", erläuterte Zebunke.

Denn der heute 29 Hektar große Gemeindewald war jahrzehntelang geprägt von Kiefern-Monokulturen, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur raschen Wiederaufforstung angelegt wurden. Darum werden in diesem Jahr 2500 Rotbuchen, 1500 Lärchen und 1000 Douglasien gepflanzt. Dabei haben die Forstplaner auch den Klimawandel im Blick. Hier gelten zum Beispiel Douglasien und Kiefern, die auch weiterhin eine Rolle im gemeindlichen Baum-Mix spielen werden, als besonders robust gegenüber Wetterextremen. Auf der Ausgabenseite ist der Wegebau mit 47.000 Euro der größte Einzelposten. Darunter summieren sich Maßnahmen wie die Unterhaltung, die Bankettpflege und das Freischneiden des umfangreichen Wege- und Reitwegenetzes.

Für die Kulturpflege werden 11.000 Euro veranschlagt. Hier geht es darum, Jungbeständen aus den Jahren 2013 bis 2016 genug Raum zum Wachsen zu geben, etwa durch das Zurückschneiden von schnell wuchernden Sträuchern wie der Brombeere.

Quelle: RP
 
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