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Viersen
Kinder pflanzen 1800 Bäume

Viersen: Kinder pflanzen 1800 Bäume
Fürs FOTO: Beim Internationalen Baumpflanztag griffen Jungen und Mädchen aus Elmpt und Herkenbosch gemeinsam zum Spaten, gruben Löcher und traten schließlich die jungen Bäume fest. RP-Foto: Busch
Viersen. 87 Grundschüler aus Elmpt und Herkenbosch haben beim 19. Internationalen Baumpflanztag junge Eichen, Birken, Holundersträucher und Ahornbäume in der Nähe des Elfenmeeres eingesetzt. Die Kinder wollen nun regelmäßig "ihre" Bäume besuchen. Von Wiltrud Wolters

Niederkrüchten/Herkenbosch Die Sonne strahlt vom Himmel, die Mücken tanzen. Fein säuberlich aufgereiht warten dutzende Spaten im Nationalpark "De Meinweg" auf die Grundschüler aus Elmpt und Herkenbosch. Die 87 Kinder und ihre Helfer haben sich viel vorgenommen. Beim 19. Internationalen Baumpflanztag müssen 1800 junge Eichen, Birken und Ahornbäume sowie Holunder, Vogelbeere, Hundsrosen oder Pfaffenhütchen auf der 12 000 Quadratmeter großen Fläche in der Nähe des Elfenmeeres in die Erde.

"Das gefällt mir gut", sagt die zehnjährige Claudia und schiebt sich die Locken aus dem Gesicht. Gemeinsam mit Soufiane sowie den niederländischen Schülern Emanuel, Jay und Brit gräbt sie mit Feuereifer Löcher. Nach wenigen Metern ist das Team gut eingespielt. Einige graben, andere schütten die Löcher wieder zu. Zum Schluss wird die Erde fest getreten.

"Antreten können sie besonders gut", meint Andreas Hinssen mit einem Lächeln im Gesicht. Der Fachmann, der seit seinem Zivildienst 1998 beim Baumpflanztag immer mit dabei ist, achtet darauf, dass alle Wurzeln mit in die Erde kommen und die Pflanzen nicht zu tief im Erdreich versinken. Selbst die Sprachbarriere spielt für die Kinder jetzt fast keine Rolle mehr, schließlich kann man sich bei der Arbeit zur Not auch mit Händen und Füßen verständigen.

In der Schule hatten sich die Kinder intensiv auf diesen Tag vorbereitet. "Wir haben viel über Blätter, Bäume, Pflanzen und Tiere in der Erde gelernt. Ich glaube, zwei Wochen lang oder doch zwei Tage", erklärt Claudia nach Rücksprache mit Soufiane. Die Schülerin will in den kommenden Wochen auf jeden Fall wiederkommen und sich anschauen, wie ihre Pflanzen wachsen.

Genau das erhoffen sich die Organisatoren vom Nationalpark De Meinweg, dem Naturpark Schwalm-Nette und die Bürgermeister aus Roerdalen und Niederkrüchten. Sie wollen das Bewusstsein der Kinder für Natur und Umwelt in der Region wecken. "Das ist ein besonderer Tag für die Natur. Ich hoffe, dass sich die Kinder mit ihrem Baum identifizieren und an diese Stelle zurückkommen", sagte Niederkrüchtens Bürgermeister Herbert Winzen. Es sei aber auch ein Tag der Begegnung von Kindern zweier Länder. Winzen legt Wert darauf, dass man sich näher kommt und gemeinsame, grenzübergreifende Projekte für den Nachwuchs anstößt. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich die Kinder im deutsch-niederländischen Grenzgebiet auf Englisch unterhalten.

Dazu trägt auch das Quiz bei, das die Kinder in ihren Gruppen bewältigen müssen. Um die Kommunikation zu fördern, sind entweder die Fragen in Deutsch und die Antworten in Niederländisch gehalten oder umgekehrt. Mit der Unterstützung der Helfer klappt der Austausch prima. Die Sieger dürfen sich nach getaner Arbeit über eine kleine Überraschung freuen.

Quelle: RP
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