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Niederkrüchten
Kita investiert in Sprachcomputer

Niederkrüchten. Das DRK-Familienzentrum Abenteuerland besuchen Menschen verschiedener Nationalitäten. Für die Verständigung gibt es jetzt elektronische Hilfe

Miteinander reden zu können ist ein hohes Gut, gerade dort wo Menschen unterschiedlicher Nationalitäten sich begegnen, wie im DRK-Familienzentrum Abenteuerland in Elmpt. Um die Kommunikation, verbal wie nonverbal zu fördern, schaffte die Einrichtung nun einen Sprachcomputer und weitere Materialien an, die Kindern wie Eltern Hemmungen nehmen, ins Gespräch zu kommen.

Möglich wurde dies durch eine Bewilligung von 600 Euro aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben", für das sich das Familienzentrum mit der Unterstützung von Peter Varevics von der Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms "Demokratie leben" im Kreis Viersen beworben hat. Vier Familien aus einer Flüchtlingsunterkunft und viele weitere Menschen verschiedener Nationalitäten besuchen die Einrichtung.

Der Sprachcomputer ist speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet, die noch keinen Kontakt zur deutschen Sprache hatten. In Arabisch, Türkisch, Russisch und Deutsch werden grundlegende Begrifflichkeiten übersetzt. So können die Kinder in ihrer Sprache gefragt werden: "Hast Du Hunger?", "Hast Du Durst?", "Musst Du mal auf die Toilette?", oder der Computer sagt: "Deine Mama kommt Dich wieder abholen!"

"Diesen Computer kann man gezielt besprechen, die Kinder hören in ihrer Muttersprache die Fragen und erfahren den Trost, der manchmal nicht nur durch Körperkontakt und Gesten gegeben werden kann", berichtete Ina Schmitz-Jansen aus dem Familienzentrum. Ein ebenfalls angeschaffter Pen funktioniert ähnlich: In der ganzen Einrichtung werden Aufkleber verteilt. Der Pen "liest" diese und gibt dem Gegenstand seinen Namen. Die Kinder können sich so selbstständig verschiedene Vokabeln beibringen.

Auch investierte die Einrichtung in Bilderbücher, die auch den Kindern, die schon länger in die Einrichtung gehen, Fragen und Antworten rund um die Flüchtlingsproblematik näher bringen. "Es gibt Bücher, die erklären und auch Bücher, die Brücken bauen. In unserer Leserunde hat zum Beispiel die St. Martins -Geschichte eine Diskussion unter den Kindern ausgelöst, wie St. Martin Flüchtlingen bei uns geholfen hätte", so Schmitz-Jansen.

(wiwo)
 
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