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Niederkrüchten
Kita St. Bartholomäus soll erweitert werden

Niederkrüchten. In der Gemeinde Niederkrüchten wächst der Bedarf an Kinderbetreuung. Im kommenden Jahr stehen 351 Plätze für Nachwuchs ab drei Jahren zur Verfügung, für U3-Kinder gibt es 145 Plätze

Die Gemeinde Niederkrüchten wird wieder kinderreicher. Das zeigt der Kindergartenbedarfsplan für das Kindergartenjahr 2018/19. Demnach leben in der Gemeinde 688 Kinder im Vorschulalter, davon 336 von null bis drei Jahren und 352, die über drei Jahre alt sind. Zum Start des Kindergartenjahres 2017/18 waren es insgesamt 662 Kinder gewesen.

Der leichte, aber stetige Zuwachs der vergangenen Jahre wirkt sich auch auf den Bedarf an Kindergarten- und Betreuungsplätzen aus, wie im Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales deutlich wurde. Zwar bekommen alle Eltern für ihre Kinder einen Platz in einer Kita oder einer Tagespflege, aber das Angebot stößt allmählich an Grenzen. Zum kommenden Kindergartenjahr, das am 1. August 2018 beginnt, stehen in den zehn Kitas der Gemeinde für Kinder ab drei Jahren 351 Plätze zur Verfügung, erläuterte Rainer Müller vom Kreisjugendamt. Das entspricht bei 352 Kindern de facto einer 100-Prozent-Betreuungsquote. Für die Betreuung der unter Dreijährigen (U3) gibt es 145 Plätze, davon 121 in Kitas und 24 in der Tagespflege.

Ein Engpass an Kita-Plätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren besteht aktuell in Niederkrüchten, Oberkrüchten und Brempt. Gemessen am Bedarf fehlen dort insgesamt 27 Plätze. Dies wird allerdings aufgefangen durch ein Überangebot von 26 Plätzen in den Kitas in Elmpt, Overhetfeld und Venekoten. Die Gemeinde erfülle den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. "Aber es kann sein, dass es nicht immer die Wunsch-Kita ist", sagte Hermann-Josef Schippers, Leiter des Fachbereichs Ordnung, Soziales und Zentrale Dienste im Rathaus.

Bemerkenswert: Niederkrüchten hat die höchste Zahl an Einpendler-Kindern im Bereich des Kreisjugendamts. 38 Kinder aus anderen Gemeinden besuchen Niederkrüchtener Kitas. Umgekehrt sind 17 Niederkrüchtener Kinder in Kitas außerhalb der Gemeinde angemeldet. Das macht unter dem Strich einen Saldo von plus 21 Kindern, erklärte Müller. Auch deshalb soll das Angebot an Kita-Plätzen bis 2019 von 351 auf 371 ausgebaut werden. Angedacht ist die Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe in der Kita St. Bartholomäus in Niederkrüchten. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, mit der für die Kita St. Bartholomäus zuständigen Trägergesellschaft Horizonte Gespräche über eine Erweiterung zu führen, so der einstimmige Beschluss.

(jos)
 
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