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Kreis Viersen
Kitas bekommen mehr als 800.000 Euro

Kreis Viersen. Das Bundesfamilienministerium unterstützt Einrichtungen im Kreis Viersen bei der Sprachförderung von Kindern Von Birgitta Ronge

Kindertagesstätten im Kreis Viersen erhalten mehr Geld für die Sprachförderung. Anfang des Jahres hieß es noch, dass der Bund im Rahmen des Programms "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" Kitas im Kreis Viersen mit rund 480.000 Euro unterstützen will. Nun hat sich die Summe fast verdoppelt, die Kitas bekommen knapp 838.000 Euro. Das Programm läuft bis 2020.

In Brüggen erhält die katholische Kita St. Mariä Himmelfahrt 85.419 Euro, in Nettetal gehen 95.834 Euro an das Familienzentrum Lummerland. Die evangelische Kita Himmelszelt in Viersen erhält 100.000 Euro. In Kempen bekommt die katholische Kita Christ-König 85.419 Euro, die städtische Kita Paul und Pauline 93.751 Euro, die städtische Kita Hoppetosse 93.751 Euro. In Tönisvorst gehen 91.668 Euro an die städtische Einrichtung Mullewapp sowie 91.668 Euro an das städtische Familienzentrum Villa Gänseblümchen. In Willich erhält die Einrichtung Dietrich-Bonhoeffer-Straße 100.000 Euro. Für die Förderung vorgesehen ist auch die Kindertagesstätte Rappelkiste in Grefrath, teilte das Kreisjugendamt mit. Allerdings erhalte die Rappelkiste den Bescheid erst Mitte Juli, die Summe stehe noch nicht fest.

"Sprache ist der Motor unseres Lebens. Nur wer sich verständigen kann - egal in welcher Sprache, egal in welcher Form - ist Teil unserer Gesellschaft. Damit jedes Kind die gleichen Startchancen hat, ist das Bundesprogramm besonders wichtig", sagt der Bildungsexperte und CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Viersen, Uwe Schummer.

In Sprachkitas sollen alle Kinder sprachliche Bildung erhalten, die in den Alltag integriert wird. "Davon profitieren vor allem Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist", sagt Kreissprecher Markus Wöhrl. Eine besondere Zielgruppe seien Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Neben der reinen sprachlichen Förderung stehe auch die Inklusion und die Zusammenarbeit mit den Familien im Vordergrund, erklärt Wöhrl. Daher werden in den Kitas zusätzliche Fachkräfte gefördert, zum Beispiel Sprachberater. Auch können zusätzliche Fachberatungen, Fortbildungen und Fachmaterial finanziert werden. "Das Programm des Bundesfamilienministeriums richtet sich an Einrichtungen, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden", heißt es in einer Erläuterung des Ministeriums. Insgesamt stellt der Bund bis Dezember 2019 400 Millionen Euro für das Projekt Sprach-Kitas zur Verfügung. In einer ersten Förderwelle hatten bereits zahlreiche Einrichtungen eine Zuwendung erhalten, darunter jedoch keine aus dem Kreis Viersen.

Quelle: RP
 
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