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Viersen
Klagen über marode Friedhofs-Toiletten

Viersen: Klagen über marode Friedhofs-Toiletten
Am Friedhof An der Löh gehören die WCs zum Verwaltungstrakt. Dort - wie an anderen Friedhöfen - häufen sich die Klagen über die hygienischen Zustände. FDP-Politiker fordern jetzt einen Zustandsbericht. FOTO: busch
Viersen. Politiker der CDU wollen die WC-Anlage am Süchtelner Friedhof sanieren lassen. FDP-Chef Stefan Feiter schlägt eine Analyse für alle Toiletten vor. Zudem sollen sie besser vor Zerstörungen geschützt werden - etwa mit Zugangskarten Von Daniela Buschkamp

Erhard Braun besucht regelmäßig den Süchtelner Friedhof, pflegt dort das Grab seiner Eltern. Was dem CDU-Ratsherren dabei aufgefallen ist: "Die Toiletten sind in einem maroden Zustand. Das ist niemandem mehr zuzumuten." Auch Bürger, insbesondere Senioren, hätten sich bei ihm darüber beklagt. Was Braun sich für den Friedhof in Süchteln wünscht: "Eine Sanierung der WC-Anlage." Braun sieht dies auch ein wenig aus Ausgleich dafür, dass Friedhofsbesucher künftig auf die Fußgängerbrücke verzichten müssen: Diese soll wegen hoher Sanierungskosten von 250.000 Euro abgerissen werden. Die WC-Sanierung hat die CDU-Fraktion beantragt: Demnach soll die Verwaltung zunächst die Kosten ermitteln.

Doch Süchteln ist lediglich ein Beispiel, dass die stillen Örtchen auf den städtischen Friedhöfen längst keine gepflegten Örtchen mehr sind. Deshalb fordert FDP-Fraktionsvorsitzender Stefan Feiter ein umfassendes Konzept für eine mögliche Sanierung der Friedhofs-Toiletten. Zunächst soll die Verwaltung prüfen, wie es um die Bedürfnisanlagen bestellt ist und dann Vorschläge für eine Instandsetzung erarbeiten. "Mich hat Kritik von Bürgern am Zustand der Toilettenanlagen auf allen Friedhöfen - ob in Viersen, Dülken oder Süchteln - erreicht", sagt Feiter.

Die Öffnungszeiten soll die Verwaltung dabei ebenfalls in den Blick nehmen. Auch dies hätten Friedhofsbesucher und Trauergäste bei ihm kritisiert, schildert der Chef der Freien Demokraten. Gerade bei Beerdigungen mit zahlreichen Trauergästen könnten geschlossene Sanitäranlagen zum Problem werden. Zudem seien nach Feiters eigener Einschätzung einige Toiletten schwer zu finden.

Doch der FDP-Vorsitzende hat noch ein weiteres, nachhaltiges Anliegen - und das zielt auf den Schutz vor weiteren mutwilligen Zerstörungen der Toilettenanlagen. Die Idee der Freien Demokraten: Statt wie bisher Waschbecken und WCs aus Keramik einzubauen, könnten für die Friedhöfe deutlich stabilere Elemente aus Edelstahl verwendet werden - ähnlich der Ausstattung, die viele Autofahrer von Parkplätzen kennen.

Wie man künftigem Vandalismus zudem einen Rigel vorschieben könne: mit einer Zugangsbeschränkung. So könnten die Friedhofs-Toiletten nur von denjenigen benutzt werden, die auch über eine passende Karte für ein Lesegerät verfügen würden. "Die Zugangskarten könnten den regelmäßigen Friedhofsbesuchern gegebenenfalls auch gegen eine geringe einmalige Gebühr zur Verfügung gestellt werden", heißt es im Antrag der Viersener FDP.

Dies hätte zwei Vorteile: Zum einen seien die Toiletten jederzeit zu nutzen, zum anderen seien die Anlagen vor ungebetenen Gästen sicher.

Quelle: RP
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