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Brüggen
Kompromiss für Bebauung auf dem Bolzplatz gefunden

Brüggen. An der Straße In der Haag in Brüggen sollen Häuser gebaut werden. Anwohner hatten die Höhe kritisiert

In der Diskussion um die geplante Bebauung des Bolzplatzes an der Straße In der Haag in Brüggen ist ein Kompromiss gefunden worden. Die Gemeinde hatte für das Gelände verschiedene Bebauungsvarianten vorgestellt, unter anderem mit Mehrfamilienhäusern. Sie hatte deutlich gemacht, dass sie auf der Suche nach Lösungen sei, um kleinere Wohnungen für Alleinerziehende, Singles oder Senioren zu schaffen. Denn Wohnungen zwischen 55 und 65 Quadratmeter Größe sind in Brüggen nur schwer zu finden. Bei einer Bürgerversammlung hatte sich allerdings gezeigt, dass die Anwohner an der Straße In der Haag Mehrfamilienhäuser in der Nachbarschaft ablehnten und eine Bebauung mit Einfamilienhäusern bevorzugten.

Um einen Kompromiss zu erzielen, wurden zwei neue städtebauliche Konzepte erarbeitet. Dabei sind zur Straße hin zwei Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohneinheiten vorgesehen. Die breiten Fronten von etwa 17 Metern sollen optisch den umliegenden Häusern angepasst werden. Jedes Haus soll nur eine Eingangstür erhalten. Eine Variante sieht hinter den Mehrfamilienhäusern zwei Grundstücke für zwei Einfamilienhäuser (gegebenenfalls mit Einliegerwohnung) vor, die andere drei Einfamilienhäuser.

Über die beiden neuen Varianten diskutierte nun am Dienstag der Ausschuss für Bauen und Klimaschutz. In der Sitzung wurde deutlich, dass alle Fraktionen mehr Stellplätze für die Mehrfamilienhäuser wünschen als nur die gesetzlich vorgeschriebene Zahl. Dazu soll eine Lösung an einer Stichstraße, die die Einfamilienhäuser erschließen würde, gefunden werden. Abschließend entschieden sich die Fraktionen für die Variante, die hinter den zwei Mehrfamilienhäusern zwei Einfamilienhäuser vorsieht, um so mehr Parkplätze schaffen zu können.

Rolf Gersemann (AWB) fragte, ob man nicht die Mehrfamilienhäuser nach hinten verlegen könne? Bauamtsleiter Dieter Dresen hielt dem entgegen, dass eine solche Planung allem widerspreche, was in Brüggen praktiziert werde: "Je näher wir an ein Naturschutzgebiet kommen, desto lockerer wird die Bebauung." Den Vorschlag will die Verwaltung aber prüfen. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, den Entwurf für die Bebauungsplanänderung zu erarbeiten.

(bigi)
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