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Kommentar
Konflikt der Interessen

Als Thomas Küppers im jüngsten Wirtschaftsförderungsausschuss sagte, dass "Flächen zu verkaufen und damit Umsätze zu erzielen, die schönste Nebensache der Welt" sei, hat sich so mancher mit dem Wissen um die augenblickliche Diskussion verwundert Augen und Ohren gerieben. Der oberste Grundstücksvermarkter darf gern Grundstücke verkaufen, aber wenn er prozentual am Überschuss nach Steuern beteiligt und gleichzeitig Beamter ist, klingt diese Aussage dreist. Von Sabine Janssen

Küppers Aussage und die Diskussion im Wirtschaftsförderungsausschuss zeigen, dass das gut gemeinte Konstrukt "Wirtschaftsförderer und GMG-Geschäftsführer in Personalunion" einen Interessenskonflikt birgt, der bis jetzt nicht offen zur Sprache kam. Seinerzeit fand man die Personalunion eine gute Lösung, weil die GMG die Hälfte der Beamtenbesoldung an die Stadt erstattete und weil man inhaltlich in den Aufgaben Synergien sah. Die gibt es ohne Frage. Aber es gibt auch Interessenskonflikte, wenn zum Beispiel der Wirtschaftsförderer Arbeitsplätze schaffen sollte, aber zugleich für die GMG am liebsten Grundstücke lukrativ verkaufen möchte und dafür noch eine Erfolgsbeteiligung erhält. Der Ansatz der Bürgermeisterin, weg von einer erfolgsorientierten Vergütung, ist richtig. Die sauberste Lösung aber wäre die Trennung der Posten.

Quelle: RP
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