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Viersen
Kontrastreiches Konzert im Josefshaus

Kontrastreiches Konzert im Josefshaus in Viersen
Der Männergesangverein präsentierte eine kontrastreiche Liedauswahl - da ging es mal derb, mal melancholisch und dann wieder fröhlich zu. FOTO: Busch
Viersen. Der MGV Süchteln-Vorst präsentierte ein "etwas anderes Musikerlebnis" und erhielt dafür viel Beifall.

Als die fast 50 Sänger des MGV 1853 Süchteln-Vorst auf der Bühne mal ganz leise summten und dann wieder machtvoll schmetterten, da wusste das Publikum im voll besetzten Josefshaus das Motto dieses Liederabends bestimmt zu deuten: "Kontraste - das etwas andere Musikerlebnis". Vorsitzender Winfried van Hoof begrüßte die Gäste und bereitete sie auf zehn Melodienblöcke vor, die jeweils sehr gegensätzliche Stimmungen oder Lebensweisen beschrieben.

Das Auftaktlied "Freude und Trauer" von Händel stimmte die Gäste ein, Goethes "Türmer" wollte keine Abwechslung, dagegen Otto Groll in "Sonnenschein auf allen Wegen" unbedingt in die Welt hinaus. Tenor Jürgen Jansen - zum ersten Mal als Solist - sang als slowenischer Winzer von der harten Arbeit vor dem süßen Weingenuss, während Silchers fröhlicher Zecher die Ehefrau um Entschuldigung bittet. Auch den Gegensatz zwischen volkstümlichen Liedern wie "Take me home, country roads" und großen Opernchören wie den Gefangenenchor aus "Nabucco" wussten die Sänger wunderbar aufzuzeigen. Axel Büch sang die Solopartie aus "Landerkennung", mit der Edvard Grieg eine Nationaloper für Norwegen schaffen wollte, dagegen stand die Verzweiflung der Menschen im "Pilgerchor" aus dem Tannhäuser. Auch die Tageszeiten sind wichtig: "My Lord, what a morning" sang Norbert Brötsch, der Chor setzte "Abend am Niederrhein" dagegen. Ob "Griechischer Wein" von Udo Jürgens", das Rheinische Fuhrmannslied oder das Fischermädchen von Schubert - das Publikum summte die bekannten Melodien leise mit, ging dann aber bei "Conquest of Paradise", das an die Boxlegende Henry Maske erinnerte, richtig mit. Der Nachmittag war ein Musikgenuss, zumal die Sänger nicht nur hervorragend die Lieder intonierten, sondern auch durch eine sehr deutliche Aussprache beeindruckten. Derb und anschaulich, melancholisch und traurig oder einfach nur fröhlich - dies alles beherrschten die Sänger des MGV Süchteln-Vorst, so dass die Gäste sie stehend feierten und auch die stürmisch geforderte Zugabe erhielten.

(flo)
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