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Krebszentrum Brüggen-Bracht
Patienten sollen sich beim Gesundheitsamt melden

Krebszentrum in Bracht: Patienten sollen Gesundheitsamt kontaktieren
Das alternative Heilzentrum in Bracht. FOTO: Jungmann, G�nter
Bracht/Mönchengladbach. Nach dem Tod mehrerer Patienten, die sich in Brüggen-Bracht einer alternativen Krebsbehandlung unterzogen haben, hat die Polizei eine Warnmeldung herausgegeben. Für Patienten der Klinik bestehe ein konkretes Gesundheitsrisiko. Sie sollen sich beim Gesundheitsamt melden.

Zwar müssten eingehendere medizinische Untersuchungen noch zeigen, was sich in der Klinik genau zugetragen hat, dennoch bestehe derzeit ein konkretes Gesundheitsrisiko für Patienten, die sich in dem Krebszentrum einer Behandlung unterzogen haben, heißt es in der Mitteilung von Donnerstagabend der Polizei Mönchengladbach, die in dieser Sache ermittelt.

Hotline ist eingerichtet

Auch Patienten, die zu einem früheren Zeitpunkt in der Klaus-Ross-Klinik behandelt wurden, werden dringend gebeten, über die Hotline des Gesundheitsamtes des Kreises Viersen unter der Telefonnummer 02162 391503 Kontakt aufzunehmen.

Auch zahlreiche Niederländer hatten sich in der Vergangenheit in Bracht in Behandlung begeben. Deshalb unterstützen die niederländische Polizei und die niederländische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen der Mönchengladbacher Polizei und der Staatsanwaltschaft Krefeld.

Kontaktnummern auch für Niederländer

Wer bei der Polizei Angaben zu den Ermittlungen machen könne, solle zudem die Ermittlungskommission "BROM" der Polizei Mönchengladbach unter der Telefonnummer 02161 290 kontaktieren.

Niederländische Staatsangehörige, die es vorziehen, Kontakt mit der niederländischen Polizei aufzunehmen, können auch die allgemeine Nummer der Polizei (0900 88 44) anrufen. Dort können sie sich an das regionale Servicezentrum von Gelderland-Süd ("Regionaal Service Centrum Gelderland-Zuid") weiterverbinden lassen.

Mehrere Patienten sind gestorben

Vergangene Woche Mittwoch wurden in der Klaus-Ross-Klinik fünf Behandlungen durchgeführt. Einen Tag später ist nach dieser Behandlung eine 55-jährige, belgische Frau in Nimwegen verstorben. Am Freitag starb ein 55-jähriger Mann aus Apeldoorn. Am Samstag zudem eine 43-jährige Frau aus Wijk en Aalburg (Niederlande).

Die zwei übrigen Patienten dieser Woche, zwei Frauen aus den Niederlanden, wurden ebenfalls stationär im Krankenhaus aufgenommen. Über ihren Zustand macht die Polizei derzeit keine Angaben.

(lai)
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