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Kreis Viersen
Kreis plant Fachtagung zu Radikalisierung im Netz

Kreis Viersen. Kriminologen, Psychologen und Pädagogen sollen gemeinsam Ideen für ein neues Projekt entwickeln

Wie es mit dem Projekt "Demokratie leben: Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" weitergeht, das erfuhren jetzt die Mitglieder im Kreisausschuss für Bildung und Familie.

Insbesondere will sich die Kreisverwaltung mit dem Phänomen der zunehmenden Radikalisierung im Internet und in den sozialen Netzwerken beschäftigen. Zurzeit sucht sie, wie Bildungsdezernent Ingo Schabrich erläuterte, noch nach einer geeigneten Form der Annäherung an dieses Thema.

"Wir wollen nicht den hundertsten Flyer, nicht das 50. Plakat zu dem Thema machen", erläuterte Schabrich. Deshalb plant die Kreisverwaltung eine Arbeitstagung, zu der sie Kriminologen, Verfassungsschützer, Psychologen und Pädagogen einladen will. Gemeinsam sollen sie eine Idee für ein wirkungsvolles Projekt entwickeln. Noch stehe für den Kreis auch nicht fest, wer überhaupt die Zielgruppe sei: "Wir wissen noch nicht, ob wir junge Leute erreichen müssen oder mehr die 30-bis 60-Jährigen", schildert Schabrich.

Vier Vorhaben in Viersen werden aus dem Topf von "Demokratie leben" mit insgesamt 5660 Euro gefördert: Die Realschule an der Josefskirche startet ein interkulturelles Projekt, bei dem sich Jugendliche über ihre Hobbys austauschen, der DRK-Kreisverband bekommt neues Material für die Sprachförderung von Kita-Kindern in Viersen, die Diakonie Krefeld/Viersen legt ein Anti-Aggressions-Training für Lehrer und Schüler auf, außerdem bringt der Verein Mosaik am 3. Dezember das Stück "Stefanie integriert die Ötztürks" auf die Bühne.

(busch-)
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