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Viersen
KSB setzt mehr auf Leistungssport

Viersen: KSB setzt mehr auf Leistungssport
Zur Unterzeichnung der Urkunde trafen sich (v.l.) Volker Groß, Barbara Janke, Angelika Feller, Rudolf Jelinek, Bernd Schoenmakers und Dietmar Alf. FOTO: Prümen
Viersen. Der Kreissportbund Viersen ist dem Trägerverein des Olympia-Stützpunktes Rhein-Ruhr beigetreten. Er will von dem Know-how der Essener profitieren.

Der Kreissportbund Viersen baut seine Leistungssportförderung weiter aus. Nachdem bereits erfolgreich das "Kreis Viersener Modell" auf den Weg gebracht worden war, um mit Hilfe von Leistungstests an Grundschulen unter anderem den Vereinen talentierte Kinder zuzuführen, trat der KSB am Samstag mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrages ganz offiziell dem Trägerverein des Olympia-Stützpunktes Rhein-Ruhr in Essen bei. Er soll mit seinem Know-how sowie den technischen und personellen Möglichkeiten helfen, besonders ambitionierte und talentierte Sportler auf dem Weg in die Spitze zu unterstützen.

Kontakt hatte es schon länger durch Volker Groß gegeben, der in Dülken lebt und als Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt arbeitet. Er hatte zunächst mehr aus privater Initiative dem KSB seine Hilfe angeboten, woraus einige gemeinsame Aktionen entstanden. Dass daraus jetzt eine Vertragsunterzeichnung wurde, begrüßt Rudolf Jelinek als Vorsitzender des Trägervereins und Bürgermeister von Essen. Im Trägerverein arbeiten derzeit die Städte und/oder Sportverbände aus Wuppertal, Essen Mülheim, Oberhausen, Duisburg, Krefeld und Düsseldorf mit, jetzt der auch KSB Viersen, wahrscheinlich bald auch Mönchengladbach. Der Ort, an dem die Partnerschaft besiegelt wurde, war gut gewählt: der Grefrather Eissport&Eventpark. Denn dort gehört schon lange der Eisschnelllauf-Stützpunkt zum Olympia-Stützpunkt Rhein-Ruhr. Jetzt geht es aber um die anderen olympischen Sportarten - außer Fußball. "Ich trete nicht als Besserwisser auf, habe zum Beispiel selbst früher das Turnen in der Schule gehasst, sondern höre mir die Sorgen der Vereine an und schaue, wie unser Netzwerk helfen kann", sagte Volker Groß, der einige Aufgaben des Olympiastützpunktes nannte: den talentierten Nachwuchs- und Spitzensportlern Serviceleistungen anzubieten, angefangen bei einer fundierten Leistungsdiagnostik über Vorschläge zu optimalen Trainingsmethoden bis hin zur Ernährungsberatung und Physiotherapie.

KSB-Vorsitzende Angelika Feller hörte es gerne, als Rudolf Jelinek davon sprach, dass es oberstes Ziel sein müsse, dass es irgendwann einmal im Kreis Viersen eine Sportschule geben müsse, mit dem Schwerpunkt, den Schülern Grundlagenkenntnisse im Bereich des Sports zu vermitteln. So weit ist es aber längst noch nicht. "Heute ist es erst einmal ein erster Meilenstein", sagte Barbara Janke, 2. Vorsitzende beim KSB. "Solch eine Verbindung kann nützlich sein", sagte der Vorsitzende von Union Nettetal, Wilfried Schmitz.

(schö/ben-)
 
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