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Kreis Viersen
Küskens neuer Bauern-Chef

Kreis Viersen: Küskens neuer Bauern-Chef
Der Niederkrüchtener Paul-Christian Küskens ist nun Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Kreis Viersen. FOTO: RPO
Kreis Viersen. Der 49-jährige Niederkrüchtener Paul-Christian Küskens wurde von den Delegierten zum Nachfolger von Heinz-Josef Tölkes gewählt. Küskens ist Milchbauer, und er kennt sich außerdem in der Agrarpolitik aus. Von Ludger Peters

Für Paul-Christian Küskens ist es mit der beschaulichen Ruhe des Winters vorbei. Es ist nicht so, dass er als Milchviehhalter nichts zu tun hätte. Aber der 49-jährige Niederkrüchtener ist seit Dienstagabend Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Kreis Viersen. Er wurde Nachfolger von Heinz-Josef Tölkes aus Kempen, der aus Altersgründen (er wird demnächst 66 Jahre alt) nicht wieder kandidierte.

In der Kreisbauernschaft haben sich Mitglieder des Bauernverbandes zusammengeschlossen. Sie wählen an der Basis die Ortslandwirte. Über ein System der Delegierten wird der Vorsitzende auf Kreisebene gewählt. Ihm zur Seite stehen weitere Landwirte. Alle gehören unterschiedlichen Fachausschüssen im übergeordneten Rheinischen Landwirtschafts-Verband mit Sitz in Bonn an.

Küskens war bereits Beisitzer im Kreisvorstand mit den thematischen Schwerpunkten Milchwirtschaft und Agrarpolitik. Lange vorbereitet hat sich der Niederkrüchtener auf seine Aufgaben nicht. "Es kristallisierte sich eigentlich erst in den vergangenen Wochen heraus, dass ich Nachfolger von Heinz-Josef Tölkes werden sollte", sagte er gestern. Für ihn und Ehefrau Susanne beginnt jetzt eine strapaziöse Arbeit. Einerseits muss der Hof fortgeführt werden, andererseits wird erwartet, dass er viele Termine im Kreis und außerhalb auf Verbandsebene wahrnimmt.

Unterstützung zugesichert

"Meine Kollegen gerade auch im Vorstand haben aber zugesichert, sie würden mich unterstützen. Auch Heinz-Josef Tölkes wird mich zumindest in der Anfangszeit begleiten und mich weiterhin beraten", sagt Küskens. Ohne einen Helfer und Aufträge an Lohnunternehmen wird das Paar in Zukunft aber den Milchviehbetrieb mit Anbau von Futter, Zuckerrüben und Getreide nicht mehr weiterführen können. "Mir ist noch einmal klar geworden, wie schwierig es ist, jemanden überhaupt für ein Ehrenamt zu gewinnen", sagt er.

Verjüngungsprozess fördern

Darum will Küskens mit dem Vorstand einen Verjüngungsprozess einleiten. "Wir brauchen einfach die jungen Kollegen und bereits die Auszubildenden, damit wir unsere Interessen auch weiterhin wirksam vertreten können", sagt er. Bauern stünden dauerhaft mit den Rücken zur Wand. Für die Verbandsarbeit wolle er daher aktiv im Kreisgebiet werben. Dabei will er auch den Raum Krefeld näher kennenlernen, der zum Kreisgebiet gehört.

Küskens bringt seine eigene tägliche Erfahrung als Milchviehhalter mit, als Agrarpolitiker sind ihm Dauerthemen wie Dieselsteuer oder die stattlich gestützte Sozialversicherung für die Berufskollegen sehr vertraut. "Ich hoffe, dass wir weiterhin die erforderliche Unterstützung im Kreis Viersen bekommen, denn die Landwirtschaft ist in der Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit sehr großem Entwicklungspotenzial." Bei seinen Antrittsbesuchen will er darauf immer hinweisen. FRAGE DES TAGES

Quelle: RP
 
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