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Niederkrüchten
Kunstrasen ist weiter das Ziel

Niederkrüchten. Das Thema Kunstrasenplatz erhitzt weiter die Gemüter in Niederkrüchten. Bei der Hauptversammlung von Blau-Weiß Niederkrüchten hagelte es Kritik am Gemeinderat. Der Verein zeigt sich indes gesprächsbereit. Von Paul Offermanns

Über das leidige Thema "Kunstrasenplatz" wurde am Freitagabend in der Gaststätte "Lücker" heftig diskutiert. Den maroden Platz so zu übernehmen, wie er ist, ist für den Sportverein Blau-Weiß Niederkrüchten indiskutabel. "Den Platz kann man sich so nicht antun", beendete Vorsitzender Rolf Cleophas die Diskussion. Es wurde nach Erklärungen für und wider Kunstrasenplatz ein Antrag formuliert: Die Übernahme des Platzes in diesem Zustand kommt für den Verein nicht in Frage. Der Vorstand wird beauftragt, mit der Gemeinde Verhandlungen aufzunehmen, eine zukunftsfähige Anlage am Kamp zu errichten.

Geld für Kita-Neubau

Der erste Kunstrasen der Ge-meinde gegenüber dem Niederkrüchtener Schwimmbad wurde erst recht zum Zündstoff, als mit Ratsbeschluss die dafür vorgesehenen Mittel aus dem Konjunkturpaket II für ein anderes Projekt, den Neubau der Kindertagesstätte in Elmpt, verplant wurden. Es kam zum großen Streit zwischen Verein und Politik. "Danach tauchten am Sportplatz Leute auf, die vorher noch nicht einmal wussten, wo der liegt, und die jetzt entsetzt sind über den Zustand der Anlage", berichtete Vorsitzender Cleophas. "Alle wollen eine Verbesserung der Situation, aber vertrösten uns auf die Haushaltsplanungen 2010."

Cleophas hat das Gefühl, dass "wir sagen sollen, was wir selber zu leisten imstande sind. Dann wird mal geguckt, was aus dem Haushalt der Gemeinde hinzugeschossen werden kann". Allerdings müsse der Vereinsvorstand "doch erst mal wissen, wie groß die Lücke ist, die wir zu schließen hätten".

Der Vorsitzende nannte bei der Hauptversammlung mögliche Kosten: Vorarbeiten für die Drainage, wenn sie in Ordnung ist: 51 000 Euro; falls nicht: 100 000 Euro. Verlegen des Kunstrasens bei der billigeren Variante: 210 000 Euro, zusätzlich Kosten für Umfeld-Gestaltung sowie jährliche Unterhaltskosten: 8000 Euro. Blau-Weiß habe auch schon mögliche Modelle erarbeitet, wo zum einen die Gemeinde den Belag finanziert, wenn Blau-Weiß den Platz langfristig per Vertrag übernimmt und als Bauherr den Platz selbst baut. Oder zum anderen, wo Blau-Weiß 100 000 Euro aufbringt und die Gemeinde einenRestbetrag zwischen 160 000 und 210 000 Euro zahlt. Blau-Weiß bekäme wie Elmpt einen jährlichen Pflegezuschuss.

Beiträge steigen für 2011

Die Fußballer rebellierten gegen den Haushaltsplan 2010, weil er ihnen weniger Finanzmittel eingeräumt hätte. Der Haushalt wurde gegen die Stimmen der Fußballer nicht genehmigt. "Der Vorstand muss sich damit in einer der nächsten Sitzungen befassen", sagte Cleophas, der bei den Vorstandswahlen als Vorsitzender im Amt bestätigt wurde. Für 2011 werden die Jahresbeiträge für Erwachsene auf 60 Euro (vorher 56 Euro), für Jugendliche auf 54 (48), für Kinder auf 48 (42) und für Familien von 110 auf 120 angehoben.

Quelle: RP
 
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