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Landtagswahl NRW 2017
CDU im Kreis Viersen stärkste Kraft

Landtagswahl NRW 2017: So wählte der Kreis Viersen
Auf dem Bildschirm bei der Wahlparty zeichnete sich schnell das Ergebnis ab. FOTO: Knappe,Joerg
Kreis Viersen. Die CDU ist bei der Landtagswahl in den beiden Viersener Wahlkreisen stärkste Kraft geworden. Ihre Direktkandidaten Stefan Berger (Wahlkreis Viersen I) und Marcus Optendrenk (Viersen II) ziehen in den neuen Landtag ein. Von Martin Röse

Die CDU ist bei der Landtagswahl in den beiden Viersener Wahlkreisen stärkste Kraft geworden. Ihre Direktkandidaten Dr. Stefan Berger (Wahlkreis Viersen I) und Dr. Marcus Optendrenk (Viersen II) ziehen in den neuen Landtag ein. Berger erzielte nach Auszählung 44,7 Prozent der Stimmen. Marcus Optendrenk kam auf 45,8 Prozent. Der ehemalige Büroleiter des früheren NRW-Finanzministers Helmut Linssen gehört der Kernmannschaft des CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet an, ist zuständig für den Bereich "Haushalt und Finanzen". Der Nettetaler erklärte mit Blick auf mögliche Koalitionsverhandlungen: "Wir brauchen einen klaren Fahrplan, es darf keine Hängepartie geben."

Auch der langjährige Abgeordnete Dietmar Brockes (FDP) aus Brüggen sitzt erneut im NRW-Parlament; er zog über die Landesliste seiner Partei ein. "Das ist das beste Ergebnis, das die FDP im Kreis Viersen je hatte", jubelte er.

Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber der Landtagswahl 2012 um mehr als fünf Prozentpunkte auf 66,1 Prozent an.

Sowohl im Wahlkreis Viersen I als auch im Wahlkreis Viersen II wurden die Christdemokraten stärkste Kraft. Ihnen gelang es, auch die vier Kommunen Viersen, Kempen, Willich und Tönisvorst zurückzuerobern, die bei der Landtagswahl 2012 an die SPD gefallen waren.

Tief enttäuscht reagierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner: "Das ist ein desaströses Ergebnis." Mit Blick auf seinen eigenen Bundestagswahlkampf erklärte der SPD-Kreisparteichef: "Wir müssen die Ergebnisse im Kreis Viersen nun in Ruhe analysieren. Ich hätte mir eine bessere Vorlage für den Bund gewünscht." Der Viersener CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer ist überzeugt: "Das gibt einen kräftigen Schub für die Bundestagswahl. Daran hätte ich vor fünf Wochen noch nicht gedacht. Unser größter Gegner waren die Selbstzweifel." Landrat Dr. Andreas Coenen (CDU) kommentierte: "In der Deutlichkeit ist das Ergebnis eine Überraschung. Wir haben viele Themen, die wir mit der neuen Landesregierung besprechen wollen, etwa zum Thema Finanzen."

Nicht mehr im NRW-Landtag vertreten ist die Grünen-Politikerin Martina Maaßen aus Viersen. Sie war als Direktkandidatin ohne Listenplatz im Wahlkreis Viersen I angetreten. Und die Piraten, die vor fünf Jahren mit Nico Kern über die Landesliste einen Viersener in den Düsseldorfer Landtag entsendet hatten, verpassten gestern den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

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