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Viersen
Leerstehende Altbauten — CDU für Offensive

Viersen: Leerstehende Altbauten — CDU für Offensive
Leer stehende Ladenlokale in Altbauten sind nach einer im Februar von der Wirtschaftsförderung vorgestellten Erhebung recht häufig: Knapp elf Prozent der Innenstadtgeschäfte standen damals leer. FOTO: Joris Hielscher
Viersen. "Leerstände sind eine Gefahr für unsere Stadt." Die Christdemokraten beantragen, dass die Stadtverwaltung Eigentümer besser berät — und sind auch bereit, für eine "Reaktivierungs-Offensive" Geld in den Haushalt 2018 einzustellen Von Martin Röse

Viersens Christdemokraten betrachten leerstehende Altbauten in der Stadt mit Sorge. "Insbesondere in den Innenstadtbereichen fällt die Zunahme leerstehender Altbauten auf", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Sillekens. Solche Leerstände könnten die Wohn- und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. "Sie sind eine Gefahr für unsere Stadt." Andererseits seien es gerade Altbaubestände, die der Innenstadt Atmosphäre und Identität geben. "Die negativen Tendenzen in den Stadtkernen müssen gestoppt werden", betont auch Ratsherr Fritz Meies.

Die CDU wird deshalb in den nächsten Ausschuss für Stadtplanung ein Antrag für eine Offensive zur Reaktivierung von Altbauten einbringen. "Diese Offensive ist dringend notwendig, wenn unsere Stadt lebendig und attraktiv sein soll", sagt Meies.

Oft sei es für die Eigentümer der Altbauten schwer einzuschätzen, ob und wie ein Altbau noch effektiv genutzt werden könne und wie Umbau oder Modernisierung finanzierbar seien. "Wir setzen auf Gespräche und fachliche Beratung, um die Reaktivierung der Altbaubestände in Gang zu bekommen", sagt Meies. "Häufig sind die vielfältigen Förderungsmöglichkeiten gar nicht bekannt. Die Stadtverwaltung muss hier endlich aktiv werden, Hilfestellung geben und in den Dialog mit den Hauseigentümern treten."

Fünf Punkte umfasst der Plan der CDU. Erstens: Bis zum späten Frühjahr soll das Baudezernat die vorhandenen Leerstände von Altbauten in den Stadtkernen von Viersen, Dülken und Süchteln ermitteln, mit den Eigentümern Kontakt herstellen und gemeinsam mit Architekten und Eigentümern effektive Nutzungsperspektiven erarbeiten. Zweitens: Die städtische Bauberatung, vor Jahren aus Kostengründen eingestellt, soll reaktiviert werden - mit vorhandenem Personal. Drittens: Die Zusammenarbeit mit den beratenden Architekten in den Bereichen Südstadt und Dülken soll auf die Beratung bei der Entwicklung von Nutzungs- und Finanzierungskonzepten bei den leerstehenden Altbauten ausgeweitet werden. Zum Nulltarif wird das nicht zu haben sein. Sillekens sagt: "Hierfür ist ein angemessener Haushaltsansatz zu bilden." Viertens: Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit soll die Stadt das Projekt, seine Angebote und seine Ziele bewerben. Und fünftens: Alle sechs Monate soll die Stadtverwaltung über den aktuellen Stand und die aus der Reaktivierungs-Offensive gewonnenen Projekte den Politikern im Stadtplanungs-Ausschuss Bericht erstatten.

"Aufgrund der öffentlichen Probleme durch bereits leerstehende Altbauten halten wir eine schnelle Aufnahme der Arbeit für notwendig", sagt Sillekens. "Der Projektplan und die Maßnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit sind dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung im Frühjahr 2018 vorzustellen."

Quelle: RP
 
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