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Viersen
Leinenzwang am Hohen Busch wieder Thema

Viersen: Leinenzwang am Hohen Busch wieder Thema
Gilt der Leinenzwang auch bald am Hohen Busch? FOTO: dpa
Viersen. Freilaufende Hunde können für Wildtiere zur Gefahr werden. Bodenbrüter werden seltener

Freilaufende Hunde beschäftigen den Kreis und die Stadt Viersen. Die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis appelliert an Hundehalter, Vierbeiner in der Brut- und Setzzeit, die bis etwa Mitte Juli dauert, nicht von der Leine zu lassen. "In den letzten Jahren beobachten wir zum Beispiel einen dramatischen Rückgang von Bodenbrütern wie Kiebitz und Feldlerche", erklärt Kreisjagdberater Hermann-Josef Steger. Stöbernde Hunde sorgten dafür, dass Elterntiere das Nest verlassen, Gelege oder Jungtiere auskühlen oder Rabenkrähen zum Opfer fallen. Vielfach würden Wildtiere auch von Hunden gehetzt und dann Opfer von Beutegreifern oder von Fahrzeugen, die die Tiere beim Überqueren einer Straße überfahren, so Steger.

In Naturschutzgebieten müssen Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden. Der Leinenzwang gilt auch im Wald, sobald man die Wege verlässt. Eine Bürgerin hat nun bei der Stadt Viersen beantragt, auf dem Hohen Busch und auf den Süchtelner Höhen auch auf den Wegen eine Leinenpflicht einzuführen. Freilaufende Hunde belästigten nicht nur Wildtiere wie Rehe und Hasen, sondern verängstigten auch Spaziergänger und Walker. Sie schlägt außerdem vor, Freilaufflächen für Hunde einzurichten, damit sich die Tiere austoben können.

Der Antrag ist Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Ordnung und Straßenverkehr am Dienstag, 2. Mai. Die Verwaltung verweist darauf, dass die Stadt Viersen nicht zuständig sei: Einen Leinenzwang am Hohen Busch müsste die Forstbehörde anordnen. Entsprechend empfiehlt die Verwaltung, den Antrag abzulehnen.

(biro)
 
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