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Niederkrüchten
Letztes Hindernis für Schwalm-Fische beseitigt

Niederkrüchten: Letztes Hindernis für Schwalm-Fische beseitigt
Zwischen der Straße und der Mühlrather Mühle ist neben der Fischtreppe auch ein Erdgabionen-Wall entstanden. Der wird noch begrünt. FOTO: RPO
Niederkrüchten. An der Mühlrather Mühle sind gerade die Bagger im Einsatz. Hier entsteht eine Fischtreppe, die es Fischen ermöglicht, die Staumauer für das Mühlrad zu umgehen. Von Jochen Smets

Ähnliche "Bypass-Gerinne", wie es im Fachjargon heißt, sind in den letzten Jahren unter anderem an der Brüggener Mühle und der Lüttelforster Mühle entstanden.

Mit der Aufstiegsanlage an der Mühlrather Mühle wird das letzte Hindernis zwischen der Schwalmquelle bei Tüschenbroich und der Mündung in die Maas bei Swalmen beseitigt.

Freie Bahn für den Aal bis Nordsee

Technisch ist das eine Herausforderung, weil die neue Fischtreppe auf relativ begrenztem Raum einen Höhenunterschied von 1,50 Metern zwischen der Schwalm und dem Stauspiegel des Hariksees ausgleichen muss. Insbesondere der Aal hat damit wieder "freie Bahn" bis in die Nordsee. Dies ist wichtig, weil die Schwalm im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie als bedeutendes Gewässer für die Wiederansiedlung des Aals eingestuft wurde, erklärt Thomas Schulz, Geschäftsführer des Schwalmverbands. Realisiert wird das Projekt an der Mühlrather Mühle in einer Kooperation zwischen Schwalmverband und der Sanders-Mocken GmbH & Co. KG.

Sanders-Mocken hat das Grundstück zwischen der Schwalm und der Damer Straße (L 372) zur Verfügung gestellt und wird auch die Tiefbauarbeiten zur Herstellung des Bachgerinnes auf eigene Kosten übernehmen, so Geschäftsführer Ralf Mocken. Die benötigten Baumaterialien stellt der Schwalmverband bereit. Für die Herstellung eines Beton-Einlaufbeckens, das den Hariksee mit der Fischtreppe verbindet, hat der Verband eine Fremdfirma beauftragt.

Irritationen bei einigen Bürgern hat eine Lärmschutzwand ausgelöst, die Mocken derzeit zwischen der künftigen Fischtreppe und der Straße errichtet. "Diese Wand ist auf unsere Initiative entstanden und vom Kreis genehmigt worden", betont Mocken. Der Erdgabionen-Wall soll Ersatz für den natürlichen Lärm- und Sichtschutz sein, den zuvor ein kleiner Waldsaum bot, der aber der Fischtreppe weichen musste. Die Wandkrone liegt 2,50 Meter über Straßenniveau. Die Wand wird noch komplett begrünt werden.

Quelle: RP
 
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