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Verkehrsunfall auf A61 bei Viersen
Bundesweit trauern Polizisten um tote Kollegin

Polizistin bei schwerem Unfall auf A61 getötet
Polizistin bei schwerem Unfall auf A61 getötet FOTO: dpa, hjb
Düsseldorf. Überall in Deutschland reagieren Polizisten bestürzt auf den Tod einer jungen Beamtin, die bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 61 bei Viersen gestorben ist. Auch die niederländischen Kollegen drücken auf Twitter ihre Anteilnahme aus.

"Wir trauern und sind in Gedanken bei den verletzten Kollegen, bei den Angehörigen, der Familie + Freunden", schrieb die Polizei Dortmund am Donnerstagmorgen auf Twitter. Sie reagierte damit auf die Nachricht, dass am Mittwochabend eine Polizistin auf der Autobahn 61 starb, als ein Lastwagen in ihren Streifenwagen fuhr. Dabei wurden zwei weitere Beamten schwer verletzt.

Bundesweit reagieren Polizisten auf diesen Tweet aus Dortmund. "Unser herzliches Beileid", schreibt die Polizei Unterfranken und postet dazu das Bild einer brennenden Kerze. Die Kollegen in Thüringen twittern: "Wir möchten der Familie, den Freunden und allen Kollegen unser herzliches Beileid aussprechen." Die Bereitschaftspolizei Dortmund spricht "tief berührt" ihr Beileid aus. "Wir trauern mit euch", schreiben die Beamten aus Hameln. "Zu dieser Jahreszeit und in dieser Situation ist es besonders schwer, die passenden Worte zu finden", ergänzt die Polizei Bremerhaven.

"Keine Chance"

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul ordnete Trauerflor für die Streifenwagen der Polizei in NRW an. "Mich hat diese Nachricht zutiefst getroffen", ließ der CDU-Politiker mitteilen. "Dieser schreckliche Vorfall zeigt einmal mehr, welchen Gefahren unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten Tag für Tag ausgesetzt sind." Seine Gedanken seien bei der Familie, den Freunden und den Kollegen der Polizistin, die bei dem Verkehrsunfall gestorben ist. "Zugleich bange und hoffe ich mit den beiden schwerverletzten Polizisten", so Reul. 

"Trotz umsichtiger Vorgehensweise hatten meine Kolleginnen und der Kollege keine Chance, den Unfall zu vermeiden", sagte Rainer Peltz, stellvertretender NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP). "Dass unsere Kollegin ihr Leben lassen musste und die beiden anderen Kollegen schwer verletzt wurden, weil sie für die Verkehrssicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer gesorgt haben, werden wir nicht vergessen." Peltz drückte der Familie und den Freunden der toten Polizistin "unser tiefes Mitgefühl" aus. "Wir wünschen der verletzten Kollegin und dem verletzten Kollegen eine baldige und vollständige Genesung."

Auch die Einsatzkräfte im Nachbarland drücken ihre Anteilnahme aus: "Mit aufrichtigem Beileid", schreibt die niederländische Polizei auf Twitter. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte die Polizei in Maastricht die deutschen Kollegen auf einen verdächtigen Lkw hingewiesen, weil der Sattelzug mit ukrainischem Kennzeichen in Schlangenlinien auf der Autobahn gefahren und auf die A61 gewechselt sei. In Deutschland wartete daraufhin ein Streifenwagen mit drei Polizisten hinter der Anschlussstelle Viersen auf den verdächtigen Lastwagen - dieser fuhr dann in den Streifenwagen.

(wer / csh)