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Viersen
Markus Orths dichtet ein Zebra unters Kinderbett

Viersen. Die Geschichte für Leser ab sechs Jahre thematisiert Anderssein und Fremdsein auf liebevolle Weise.

Eines Morgens wird Hanna wach, weil jemand in ihrem Kinderzimmer hustet. Hanna schaut nach, überall, auch unterm Bett, und entdeckt dort ein Zebra. Ein kleines Zebra, das einen komischen Namen hat (Bräuninger), über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt (sprechen, klettern, rechnen) und spezielle Vorlieben hat (Nutella). Das Zebra ist eben anders als andere Zebras. Und das finden in der Schule, wohin Hanna das Zebra mitnimmt, die Kinder zwar super, die Lehrerin und der Schulleiter aber keineswegs. Sie setzen alles daran, Bräuninger loszuwerden.

Mit "Das Zebra unterm Bett" hat der 1969 in Viersen geborene Autor Markus Orths ein Kinderbuch vorgelegt, das vom Anderssein erzählt, vom Fremdsein, von Freundschaft und Zusammenhalt. Orths, der heute mit seiner Familie in Karlsruhe lebt, findet eine anrührende, witzige Sprache, die auch großen Vorlesern Freude macht. Seine skurrilen Einfälle kennen Orths-Leser aus seinen Romanen und Erzählungen, Kinder vielleicht aus den "Ohrenbär"-Geschichten im Radio und aus dem Kinderbuch "Billy Backe aus Walle Wacke", eine Sammlung schräger Abenteuer eines Murmeltiers. Für "Das Zebra unterm Bett" schuf Illustratorin Kerstin Meyer zauberhafte Bilder, die ebenso anrührend und witzig daherkommen wie die Geschichte. Dieses Kinderbuch für alle, die (schon) gerne selbst lesen, liest man nicht nur einmal. Man liest es gerne immer wieder.

Markus Orths/Kerstin Meyer: Das Zebra unterm Bett. Moritz Verlag 2015, ISBN 978 3 89565 310 0, 9,95 Euro.

(biro)
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