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Viersen
Melanie Raabe und die Spannung

Viersen. Viersen Wer mit elf Jahren "Es" von Stephen King liest wie Melanie Raabe, kriegt Angst vor Clowns. Im Kölner Karneval schon ein Problem. Ansonsten läuft es für die 36-Jährige richtig gut, wie sie bei ihrer Lesung zum Literarischen Herbst in der Albert-Vigoleis-Thelen-Bibliohek in Viersen erzählte. Die Filmrechte für ihren literarischen Krimi "Die Falle" von 2015 sind verkauft: "Ich bin froh, nicht das Drehbuch schreiben zu müssen", sagt die Medienwissenschaftlerin und Journalistin.

Überglücklich sei sie, das Schreiben jetzt zum Hauptberuf machen zu können. Nach vielen Ablehnungen - mit und ohne Agent - sei erst mit dem fünften Buch der Erfolg gekommen. Nach "Die Wahrheit" arbeite sie am nächsten Buch - und sei froh, von der Einsamkeit des Schreibens für einen Abend befreit zu sein. Glücklich, fast noch etwas überrascht vom eigenen Erfolg, dabei stets freundlich-aufmerksam: So plaudert Melanie Raabe mit ihrem Publikum. Allein vor dem Mikrofon weckt sie mit ausgewählten Passagen die Neugier auf "Die Wahrheit": Sarahs Mann taucht sieben Jahre nach seinem rätselhaften Verschwinden wieder auf, doch die junge Lehrerin zweifelt an seiner Identität.

Geschickt spielt Raabe mit beiden Perspektiven. Dass sie selbst "Cliffhanger, Wendepunkte und ganz große Geheimnisse liebt", zeigt ihr zweiter Roman. Schön, wenn Spannung gelingt, die ganz ohne tiefe Einschnitte in Anatomie und Forensik auskommt. (busch-)

Quelle: RP
 
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