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Kreis Viersen
Mit CDU-Chef Laschet über den Hariksee

Kreis Viersen: Mit CDU-Chef Laschet über den Hariksee
Kapitän Gerd Mücke begrüßte Armin Laschet und weitere Gäste wie die Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk und Stefan Berger an Bord. FOTO: Knappe
Kreis Viersen. Zwischen Niederkrüchten und Schwalmtal hat der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl, Armin Laschet, am Samstag einen Stopp eingelegt. Eine Tour mit dem Ausflugsboot "Patschel". Von Birgitta Ronge

Solch ein Wetter hatten sich die Christdemokraten im Kreis Viersen nach dem Regen in den vergangenen Tagen gewünscht: Bei Sonnenschein und blauem Himmel können sie am Samstagmittag den CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 14. Mai begrüßen: Armin Laschet. Der Landtagsabgeordnete Stefan Berger und sein Kollege Marcus Optendrenk halten an der Landstraße vor dem Fischverkauf am Hariksee nach dem Tourbus Ausschau, in dem Laschet anreisen soll.

Die beiden sind nicht die einzigen, die auf Laschet warten: Mitglieder der CDU-Ortsverbände, Ausflügler und Kinder scharen sich um den 56-Jährigen, kaum dass er aus dem Tourbus klettert. Händeschütteln, Autogramme geben, Selfies mit dem Mann, der NRW-Ministerpräsident werden will. Weiter geht es zum Bootssteg, wo Kapitän Gerd Mücke mit dem Ausflugsboot "Patschel" wartet. Die Gäste klettern an Bord, Mücke legt ab.

Rundum paddeln Ausflügler in kleinen Booten über den See. Ein Kanufahrer zieht vorbei, ein Schwan setzt auf dem Wasser an zur Landung. Die Stimmung auf dem Boot ist entspannt. Mitglieder der Jungen Union Aachen, die den NRW-CDU-Chef im Wahlkampf begleiten, schießen Handyfotos. Sie unterstützen ihn, weil sie "etwas bewegen wollen, und man auch etwas bewegen kann", sagt Maschinenbau-Student Philippe Driessen (23). "Ich mache gerade Abitur, und pro Woche fällt ein kompletter Tag aus", erzählt Luis Lauven (18). Er sehe die Missstände, wolle etwas verändern.

Die "Patschel" legt am Inselschlösschen an. Auf der Terrasse sitzen fast an jedem Tisch Ausflügler. Die CDU hat einen orangefarbenen Pavillon aufgestellt, Mitglieder geben Kugelschreiber an Spaziergänger aus. Ein Ehepaar aus Brempt ist gekommen, um Laschet zu sprechen. Den beiden brennt ein Thema unter den Nägeln, das ihnen bislang in der Wahlkampfberichterstattung zu kurz gekommen sei: die ärztliche Versorgung auf dem Land. "Die Krankenhäuser, die es hier mal gab, etwa in Waldniel, gibt es nicht mehr", sagt Odilia Mittmann (58). Für Ältere sei die Anfahrt viel zu weit. Laschet hört zu, berichtet von Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter der Bundesregierung und für die Themen Gesundheit und Soziales Experte in Laschets Team.

Kurt van de Flierdt, CDU-Ratsherr und stellvertretender Bürgermeister in Schwalmtal, hat zwei Wünsche: Im ländlichen Raum müsse es mehr Polizei geben, die Wache in Waldniel sei nur stundenweise besetzt. Auch dürfe nicht Geld beim Land hängenbleiben, das vom Bund für die Kommunen bestimmt sei. Laschet versichert, man habe den ländlichen Raum im Blick: "Wir brauchen ein Ministerium für Heimat und ländlichen Raum."

Nach zwei Stunden klettern Laschet und Begleiter wieder in den Bus: Sie werden in Willich erwartet. Den Wahlkampf finde er schön, sagt Laschet, "man lernt viele Leute kennen". Überall sei die Stimmung gut: "Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber man kann es schaffen."

Quelle: RP
 
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