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Schwalmtal
Mit Gottes Segen in die Sommerferien

Schwalmtal: Mit Gottes Segen in die Sommerferien
Pastor Thorsten Aymanns segnete alle Fahrzeuge der Gottesdienstbesucher und wünschte ihren Besitzern allzeit gute Fahrt. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Schwalmtal. Pfarrer Thorsten Aymanns segnete bei der Familienmesse in Waldniel Skateboard, Roller, Dreirad und Kettcar Von Jannetta Janssen

Am Freitag beginnen für viele Kinder die ersehnten großen Ferien. Viele Jungen und Mädchen fahren dann mit ihren Eltern und Geschwistern in den Urlaub. Die Familienmesse in der Kirche St. Michael in Waldniel widmet sich deshalb dem Thema "Reisen und Urlaub". Vor Beginn der Messe stellen viele Kinder ihre Fahrräder und Dreiräder, Roller, Kettcars und Bobbycars vor der Kirche ab. Denn im Anschluss an die Messe segnet Pfarrer Thorsten Aymanns, der mittlerweile seit 14 Jahren in der Gemeinde St. Michael tätig ist, alle Fahrzeuge und wünscht gute Fahrt. Und nicht nur Kinder stellen sich an: Neben den Kindern in der Reihe steht die 77-jährige Inge Basel. Pfarrer Aymanns hat während der Messe auch Rollstuhl- und Rollatorfahrer eingeladen, den Segen zu empfangen.

Die Kinder sind kurz vor Ende des Gottesdienstes sehr aufgeregt. Sie schauen immer wieder dem Pfarrer hinterher, der die Kirche durch den Haupteingang verlässt, während der Kinderchor noch das letzte Lied zu Ende singt. Lilo Reiners steht mit ihrem giftgrünen Fahrrad in der ersten Reihe. Die Messdienerin ist viel unterwegs: "Ich fahre damit in die Schule, eislaufen, überall hin", erzählt die Zwölfjährige fröhlich. Sie freut sich auf den bevorstehenden Türkeiurlaub.

"Wir wollen allen den Segen geben, die unterwegs sind", sagt Aymanns. Die Geschwister Henry und Leni Bloemen fahren mit ihren Fahrzeugen vor. Während der Neunjährige ein großes Kettcar hat, schiebt seine siebenjährige Schwester einen Roller nach vorne. "Den habe ich vor kurzem zum Geburtstag geschenkt bekommen", sagt Leni sichtlich stolz.

Wenn die Geschwister mit ihren Eltern in Österreich und Holland in der Sommerferien unterwegs sind, dann bleiben ihre Fahrzeuge zu Hause in der Garage. Henry möchte sich nach dem Urlaub jedoch noch etwas für sein Kettcar kaufen: "Ich brauche noch eine Lampe, ich habe nur Reflektoren", sagt der Junge.

Die meisten Kinder fahren weg, doch es gibt auch Familien, die die schöne Umgebung Schwalmtals erkunden wollen. So auch der fünfjährige Emil und seine dreijährige Schwester Helena. Die beiden haben noch zwei Geschwister. Und alle sind mit ihren Fahrzeugen zunächst zum Gottesdienst und dann zur Segnung auf dem Platz vor der Waldnieler Kirche gekommen. "Wir haben einen Traktor, ein Skateboard, Fahrrad und ein Dreirad dabei", sagt der Vater. Für die Sommerferien hat die Familie bereits viele Pläne: "Wir fahren in den Zoo, gehen zelten, schwimmen natürlich, machen Fahrradtouren und gehen auch Bötchen fahren."

Inge Basel schaut vom Rande des Geschehens zu den Kindern, die sich wieder auf ihre Fahrzeuge schwingen und in alle Himmelsrichtungen verschwinden. "Ach, das wäre so schön, wenn ich das auch nochmal machen könnte", sagt die alte Dame seufzend und schaut auf ihren Rollator. "Aber mir bleiben schöne Erinnerungen an meine Kindheit", sagt sie und fügt hinzu: "Das ist doch auch was."

Quelle: RP
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